Leseabschrift Endlos Geschichte S.64-439 u. weitere folgen!

  • missyblue schrieb:

    Hey Jungs, danke für die derzeitigen Zeilen. :lol: Freu mich drauf, das abschreiben zu dürfen :wink:


    :mrgreen:


    Ich hab se diesmal "gesammelt". Ich warte nur noch bis wir auf Seite 344 angelangt sind, dann kommt se schon zum lesen ;)


    Nächste kannst du dann gern wieder abtippen, dann sammel ich sie nicht! Sag halt Bescheid...

  • Und weiter geht's, die Welt sich dreht...


    Seite 324 - 344


    Ein weiterer Test sollte seine Fussballkenntnisse überprüfen: Auf dem Bau wird eben nun mal gerne gefachsimpelt. Deshalb gings zuerst um Geheimnisse des Schwulenfussballs. Wie viele versteckte Tunten es gab zählte Lothar auf: "Jaro, Oli und Ich". "Zu wenig!!!". "Uppss, Engel und Fandel vergessen!", fügte Matthäus noch schnell hinzu. "Naja eigentlich kennen Sie sich aus. Aber irgendwie langt mir das noch nicht!", entgegnete der Gesprächsführer. "Lahm, Netzer, ... Lehmann?", stammelte Lothar und langte sich in den Schritt, um sich besser zu fühlen. "Rensing, der hat mir gefehlt!" mahnte der Personaler. "Wenn sie mit dem ne Affäre hatten, nehme Ich sie von hinten." "Hatte ich!" Und schon nahm er ihn von hinten! "Eingestellt, willkommen bei HochTief!"


    Mit seinem gelben Helm zeigte er Loddar das nächste Bauvorhaben: Ein unglaublich gigantisches Kochstudio wünscht Herr Jarolim an dieser schicken Stelle in Hamburg. Denn kochen, das konnte er außer Bulleten zubereiten überhaupt nicht. Matthäus startete den Krahn und vergaß, dass unter Umständen ein gewisses Know-How hilfreich wäre. "Naja, Übung macht den Schaden klein" meinte der Capo als Lothar, das Englischass, den Haken samt und weich zielsicher in die Baugrube mitten auf die anderen Haken setze. Eine Meisterleistung! Der Chef war begeistert: "Lothar ich will Kartoffelchips. Mit deinem Kran kannst du mir diese direkt in den Mund einführen!" Das war die Chance! Endlich hatte er den Flirt, den er sich schon seit Jahren in seinen schmutzigsten Träumen erhoffte! Hart aber fair fragte er, was er am Abend vorher von der Domina so alles für Geschenke bekommen hat. Dieser antwortete: "Einen bombensicheren und wasserdichten Dildo made by SAP!" Dieses Modell war Lothars persönlicher Favorit, da er damit stets alles unter Kontrolle zu haben scheint. Pustekuchen, das Gefühl von Sicherheit verflog schnurstracks, als urplötzlich Fandel als Sicherheitsbeauftragter auf der Baustelle erschien, um zu kontrollieren, ob alles auch mit Fangnetzen abgesichert ist. Lothar kaschierte dilletantisch Fandel's Augenringe, weil er übernächtigt aus dem "Cafe Nase" kam. Er dankte es ihm mit einem herzlichen "Vergelts Gott!". Dies war Lothar 's letztes Vergelts Gott, denn auf einmal blickte er in den Lauf einer doppelläufigen Shotgun, die am Bau halt gefunden wurde. Der Personaler hatte Angst um seinen besten Kugelschreiber, den Lothar stibitzte und als Blasrohr missbrauchte. Jaro - gerade hinzugekommen - schaute nicht schlecht, als er sah, wie sehr Loddar die armen anderen Bauarbeiter mit seiner Klapperschlange schikanierte, ohne sie vorher zu vögeln. Er schrie: "Ich kündige! Tschüss!" und wollte sich wieder als Trainer bewerben.


    Aber erstmal Hartz IV beantragen und Peter Zwegat um Hilfe bitten. Dieser soll ihm zeigen, wie man für 10 € 50 Kondome ne ganze Woche lang vor Jaro verstecken kann. Des Weiteren stellte er einen Antrag auf Arbeitsunfähigkeit. Lothar kann einfach nichts und niemand ist bereit, ihn als Trainer zu engagieren. Das einzige, was er kann ist ein gut behütetes Geheimnis! Niemand weiß, dass er eine Ballettschule abgefakelt hatte, nachdem er zum wiederholten Male seinen Englischkurs geschmissen hat. Die Polizei schaute vorbei und sagte "Heidernei!". Aber finden konnte sie Loddar nicht, weil er sich als Bundesligartainer verkleidet hatte. "Mensch, so ein schönes Gefühl, wäre Ich hetereo, wärs nich so toll." Stammelte er vor sich hin. Der Szenenwechsel kam schließlich, als er dachte eine 5. Frau will auch ein Lothar Matthäus nicht.


    Ringsum war plötzlich dichter Urwald. Eine grazile Schönheit trat aus den Büschen des weiten Rund im Unterholz und reichte Loddar einen Apfel. Er fragte: "Wer bist du und wo sind wir?" Der Apfel war knallrot, wie Uli H.'s Wangen, wenn ihm der Lippenstift abrutschte. Lothar versuchte irgendetwas alt Bekanntes in seiner neuen Umgebung zu entdecken. Doch nur der Apfel war ihm vertraut. Er erinnert ihn irgendwie an die Sünde der Versuchung! Im Geiste hatte er ein großes Verlangen nach diesem roten runden Apfel. Ein Rauschzustand, wie schon seit langen nicht mehr erlebt, ließ sein Glied entscheiden. Eine Quelle im Urwald sollte den Höhepunkt seines Zustandes herbeizwingen. Ein erquickliches Bad in selbiger Position, wie damals in Jaro's Badewanne (d.h. Lothar auf allen Vieren), brachte schnell den gewünschten Höhepunkt. Manchmal reicht eben Phantasie und kühles Quellwasser völlig aus. Ein interessantes, aber komisches Tier tauchte zwischen dem Dickicht auf und setzte sich auf einen Ast. Dabei schaute es Lothar beim Naseschnäutzen zu. Denn manchmal schnäuzt er sie sich, um den Höhepunkt des Schleimausstoßes zu maximieren. Nun aber wollte Lothar telefonieren: "Duuhuuu?! Jaaarooo, kannst du mir beim Dschungelabenteuer helfen?" Jaro sagte sofort zu und rief zudem noch seinen guten Freund Herbert Fandel an. Mit einer Machete bewaffnet, näherten sie sich Lothars Quelle. Das Unterholz und all die anderen Unannehmlichkeiten erschienen plötzlich nebensächlich, als Jaro einen schrecklichen Juckreiz bekam. "Das juckt ja wie damals, im Juckpulverpool". Jaro kratzte sich an der kleinen Zehe und an der Augenbraue. Fandel versuchte währenddessen, den wilden Tiger mit den rosa Haaren zu zähmen. Ein kleiner Penis erzürnte jedoch den wilden Tiger, woraufhin dieser sofort beleidigt die Arme verschränkte und nach Hause ging. Lothar wollte die Quelle nicht verlassen. "So nimm doch noch ein wenig neben mir Platz Jaro und wart ab, was passiert!" Lüstern betrachtete Lothar den Moment und prahlte: "Ich bin Rekordnationalspieler in Deutschland!" Jaro hatte sich mittlerweile damit abgefunden, dass er bei den Tschechen für den Rest seines Lebens immer im Schatten von Jaromir Blazek stehen wird. Loddar tröstete: Genieß die Natur!" Eine fleischfressende Pflanze machte Jaro Angst, deswegen kuschelte er sich so fest er nur konnte an seinen extra dafür mitgebrachten Teddy, der Lothar schon lange ein Dorn im Auge war. Wo steckte eigentlich Oli? Er war Telefon-Gast bei Domian. Vom Jürgen wollte er wissen, warum neuerdings Lothar und Jaro im Dschungel verschollen waren. Schluchzend antwortete er: "Die sind doch nur in Uli Hoeneß' Garten , oder?" "Nein, an der Amazonasquelle wurden sie doch von Bild-Reportern beim Kartoffel schälen erwischt!" Tatsächlich: Ein Satellitenbild zeigte eben genau das! Jürgen empfahl: "Eifersüchtig sein und Tiefkühlpommes kaufen!"


    Jaro, Lothar und Fandel blieben am Amazonas und wollten der Raubholz-Mafia ihre Kartoffeln anbieten. Zunächst verfeinerte Jaro sie mit Quark und Butter, Lothar zeigte währenddessen seine Englischkenntnisse: "Ei ähm rekordblayer ov naschionaldeam Tschermäny in rekorddaime!" und Fandel errechnete den zu erwartenden Erlös. "Schön, 3 Euro und 80 Cent werden wir auf den Kopf hauen! Wir werden garantiert alles verkaufen." Doch die Kollegen der Mafia mochten die Kartoffeln ungeschält. "Scheiße - jetzt haben wir ein Problem – ohne Lösung!" , meinte Finanzexperte Lothar. Der drohende Einlauf nahm Gestalt an, erst befiehl Jaro das blanke Entsetzen. Dann schwitzte er vor Angst wie blöde. Danach musste er sich erstmal ein alkoholfreies Kurwochenende genehmigen.
    Das Hotel war völlig abgewirtschaftet, aber für ihn war das ein Glücksfall: "Was aussieht wie ich, kann halt eben nur scheiße sein!". Deswegen kaufte er das Hotel. Ein Sanierungsunternehmen namens Schrott & Ruine verwandelte das Anwesen in eine Sitzbadewanne mit integriertem Haifischbecken, in dem am Amazonas allerdings lediglich Zwergwelse Quartier bezogen. Eine Abordnung Einheimischer sorgte dafür, dass ein Sexshop mit einer Junkfoodkette eröffnet wurde. Zum ersten Mal seit Monaten fühlte Jaro sich befriedigt, nachdem Oli ihm einen Gutschein für kostenlose Sexshopbesuche als Einlauf verabreichte. Jaro wurde immer sehnsüchtiger nach Oli, aber hier hatte er immerhin Zwetschge als Ersatz gefunden. Als Oli einen Zwetschgenschnaps bestellte, tauchte Jaro auf einmal unter dem Tisch hervor, sah Oli und verlor sofort alle Haare! Ein paar Haare allerdings hatte er sich auf die Brust verpflanzen lassen, um Oli nicht zu verlieren. Dennoch bot Oli ihm seine letzten drei verschwitzten Stutzen an. "Nehm ich gerne!", meinte Jaro und wischte verlegen eine Träne nach der anderen vor Freude aus dem Gesicht.


    Die Kartoffeln interessierte niemandem mehr, man nahm die Geschäftsideen der drei Schwulen schon lange nicht mehr Ernst. Den Deckel setzte dann Loddar auf, indem er fragte, ob die Maffia schon die Torte fertig hat. "Toni" antwortete: "Du kannst gerne Dein Maul halten." Ein Flug nach Hause musste sich noch irgendwie verdient werden. Fandel bot Kurse an, in welchen das Nudelwasser kochen gelehrt und mit Salz veredelt wurde. Lothar tat sein bestes als Stricher, während Bordsteinschwalbe Jaro sich auf die Suche nach Gold machte. Am Amazonas, so dachte er, gibt es das beste Nudelwasser. Er wusste nicht, dass einheimische Krieger jeden Goldschürfer gnadenlos in den Stamm aufnehmen und mit Frauen an eine Festtafel setzen. Schon unglaublich wie weit man fahren muss, um genau das zu erleben. Lothar wollte auch noch eine Schnixe, aber er bekam nur eine gekochte Tapirmuschi vom muskulösen Häuptling. Klar, dass Jaro diesen Leckerbissen probieren muss. Der Häuptling war allerdings total schmutzig, logisch, denn er kam gerade von der Jagd. Jaro bot an, sich auszuziehen und Kartoffeln zum Marktpreis zu lochen, aber irgendwie konnte auch das niemand brauchen. Glücklicherweise kam Loddar zu Hilfe mit seinem Fandel. "Zusammen sind wir stark und zeigen was an uns das ganz Besondere ist". Beide hielten ihre Gesichter in den Händen verborgen und murmelten leise vor sich hin: "Wir wolln nach Hause." Nach wie vor brauchten sie aber Geld. "Hmmm, Ich könnte Nationaltrainer der indogermanischen Haubentaucher werden, meinte Loddar, mei Englisch reicht dafür.


    Wie aber nach Indogermanien kommen?? Mit dem Tretboot vom RMD-Kanal ging`s nicht. Ein Heißluftballon mit Fürzen gefüllt, wurde die ultimative Lösung! Die drei Bratwurstbratgeräte verstauten sie auf dem Ballon. Nahe der Stratosphäre wusste der Loddar wieder was "Fliegen" in Rumänisch heisst: "Sbura!" Sie flogen in die verbotene Stadt, deren Dächer im Licht der untergehenden Sonne schimmerten. Oli hatte Durchfall und konnte am Himmel den Ballon der drei Reisenden sehen. Jaro wechselte erst mal die Unterwäsche, damit Olli sabberte, wenn er ihn später umarmen wird. Fandel bereitete die Landung vor. Als erfahrener Seemann muss er auch eine Landung per Einschreiben meistern können. Sicher und gesund blieben sie an einer Baumkrone hängen und bewunderten ein Bier, dass dort ebenfalls hing. "Wer als erstes einen Bierbaum pflanzt der wird lernen, Kommas richtig zu setzen." ,sagte Chancentod der alte Besserwisser. Doch Fandel hatte schon mit der Notwasserung begonnen. Fragend kratzte sich Jaro am Hintern und sprang wie von der Tarantel gestochen zu Boden um einen Bierbaum zu pflanzen. "Oli, kannst du mir zum Wiedersehen zeigen, wie sehr Du dich bemüht hast, nicht an mich zu denken?!". "Ich habe jederzeit nur an Dich gedacht!" So ein Lügner, dachte sich Jaro, denn Oli trug ein T-Shirt mit der Maus. Die beiden hatten zwar Unterhosen an, aber irgendwie fühlten die sich voll an. "Was auch immer ein Besuch des Bavaria-Filmparks bewirken könnte, wenn der Jaro mal nicht immer auf's Klo müsste" , überlegte Lothar und blickte verstohlen auf sein schmackhaftes Nusshörnchen. Der Ast, an dem der Ballon hing, brach und Jaro wusste: Nun ist der Ballon im Eimer, taugt nicht mal mehr als Überzieher. Oli lief entsetzt zur Absturzstelle, um nach Jaro, Fandel und Loddar zu sehen. Er hatte ein gewaltiges Problem mit dem Zoll, weil er illegale Glubbfans in die verbotene Kunst des Bananen-Anbaus einweihte.


    Außerdem klaute er am Schwarzmarkt Haupttribünen-Tickets für das Sackhüpfen-Qualifying, an dem Jaro mit Ambitionen teilnahm. Im Abschlusstraining war Jaro zunächst ganz vorne dabei, ehe er aus dem so sicheren Takt kam. Olli und Co. feuerten ihn an: "Denk an Olli‘s Stadtwoschdd!" Jaro mobilisierte schwule Vetter, die ihm eine Mordsmotivation brachten. Er hüpfte wie auf einem Hodensack, also sehr schnell. Die Ziellinie in Sichtweite ließ ihn geil werden, also hüpfte er noch schneller. Den Sieg bekam er in seinem Orgasmusrausch allerdings vermasselt: In einer Hüpfsackfalte verhakelte er sich mit seinem großen Fuß. Er fiel so unglücklich, dass ein Spermastrang platzte und eine Flut überschwemmte die Hüpfbahn. Professionell, wie der bleede Bader vom Glubb beendete Jaro das Abschlusstraining. Eine Woche nach dem Spermaschlucken, wollte er die Sackhüpfen-Qualifyings im Max-Morlock-Stadion dominieren. Es sollte das letzte sein, bevor es vor 500 Zuschauern im Berliner Olympiastadion zur WM-Endrunde kam. Mutig machte er sich zum "Wildpiseln" auf, weil er von der Pole starten musste. Kurz bevor das Sackhüpfen begann, wurde sein Trikotsponsor (Alete Babynahrung) unruhig: Könnte sich Jaro tatsächlich gegen diese Konkurrenten durchsetzen, ohne dabei ständig auf deren ihre durchtrainierten Ärsche zu starren? Mit Scheuklappen trat Jaro in die Poleposition und erwartete den Startschuss. Der Fan-Club hatte extra eine Choreographie organisiert. Auf dieser sah man Jaro und seinen Lebensgefährten Olli beim Eincremen mit Sonnenmilch in St. Moritz. Der Start gelang perfekt: Er hüpfte wie noch nie zuvor und die Fans tobten! Sie zogen ihre Klamotten aus und Jaro wusste, dass nun alles an ihm liegt: Gewinnt er? Eine übermenschliche und ganz und gar dunkle Erscheinung schien ihn überholen zu wollen. "Wer könnte das sein?" dachte er und hüpfte noch schneller. Außerdem streute er Bananenschalen. In der Kurve kam ihm ein Flitzer entgegen. Jaro hüpfte noch schneller. Auf Höhe der Haupttribüne legte er noch schnell ne Schwalbe hin. Das war ein fataler Fehler: So überholte ihn der Unbekannte, aber der Martin Bader rief ihm zu: "Kämpfen Jaro, du musst verdammt nochmal die Technik verbessern!" Jaro wollte unbedingt gewinnen, weil er dann Urlaub verdient hätte. Die Ziellinie wurde also schnell weiter nach hinten verschoben und Jaro hatte nun genügend Zeit zum Nummern tauschen mit den bestochenen Sackhüpf-Weltmeistern des Vorjahres. Schlussendlich gab Jaro Vollgas und gewann sensationell! Die Siegerehrung verlief wie nicht anders zu erwarten total bärenstark ab. Man lud Jaro auf ein Podest und trug ihn ums Stadion. Die Menge wusste: Alles völlig übertrieben! Derr Sieger übergoss sich mit "Moet", wobei er mit Siegesgesten und Prahlerei seine Gegner auf sich zog. Die höchstens achtjährigen Finalteilnahme-Kontrahenten wurden sauer und bewarfen ihn mit Papierkügelchen. Blöder gehts nimmer, dachte sich Lothar, als die Eltern der kleinen Sportler meinten, Jaro wäre eigentlich zu alt für die Bambino-Altersgruppe. Nun hatte Jaro also ein ganz großes Problem: Sollte
    doch Olli ihn raushaun. Eine eiligst einberufene hübsche Unparteiische Zuschauerin sollte sich als böse Intrigantin erweisen. "Frauen zicken doch immer irgendwie rum!" , sagte Jaro mit markanter Stimme. Er wollte all das nicht wahrhaben und zog mit Zweifel an der Gesellschaft davon.
    Zuhause angekommen, bekam er ein Anruf vom Schiedsgericht des JSHVD
    (Jugendsackhüpfverband Deutschland): Er solle nun entweder den Pokal abgeben oder in seiner Altersteilzeit Tuba spielen. Trozig zerriss Jaro seinen Teddybär und ließ ne Münze entscheiden: Auf der Kante blieb sie stehen. Würfeln war aber auch nicht so sein Ding, daher fragte er das Internet.


    Dort fand er den Cypersexkontakt von Yellowstrom und das Nordkurve-Forum. Er glaubte, die Dame verarscht ihn. Sie meinte: "Lesen Sie mal die Endlose Geschichte." Jaro war amüsiert darüber und fragte sich, woher Chancentod, Beglubbter89 und rwb all dieses Gschmarre herhaben. Lothar hatte währenddessen versucht Trainer der Sackhüpfer anzumachen. Aber die Trainer ignorierten ihn völlig. Jaro fragte sich dagegen, woher Chancentod und Beglubbter89 die wahre Geschichte seiner Existenz kannten. Die Blödreporter waren begeistert und boten Chancentod Geld, um an Beglubbter‘s89 Passwort zu kommen. Aber Jaro verriet dies dem Beglubbten. Dieser hatte oft die besten Insiderinformationen. Damals, als Lothar noch in der Jugend kickte, wusste er bereits von Jaros Tuba-Lünsten und wieß ihn in die Künste des Tretbootfahrens ein. Dabei fragte sich Jaro was eigentlich eine Lünste ist. Wikipedia wusste es nicht, daher vermutete er einen Tippfehler dahinter. "Ganz schlau!" Das Ruder des Tretboots erinnerte Jaro an Steuerhinterziehung. Aufgeregt suchte er nach den Pedalen, aber das Boot hatte nur eins davon. Was der Jaro aber nicht wusste, war, dass das Tretboot über keine Bremse verfügte. Langsam treibten sie ins offene Meer hinaus. Der Beglubbte verschwand und ließ Jaro allein. Der Tag war heiß und die Sonne brannte so als hätte sie's gewußt, dass Jaro keine Sonnenmilch hatte. Er wurde knallrot und Abends hatte er eine Außentemperatur von 60 Grad. Er war halt ein warmer Bruder. Plötzlich tauchte ein grünes Wesen aus den Wellen, welches gelbe Zähne hatte. Jaro dachte an seine Nikotinsucht damals in der demokratischen Republik des Kongos. Dort zählte ein Ehrenwort noch was!
    "Auf der Alm..." schrie das grüne Ungeheuer und tauchte wieder ab. "Verrückt, was ich alles so für Halluzinationen im Hitzeschlag habe." Als nächstes glitt Jaro an freundlichen Waljägern mit grimmigem Blick vorbei.
    Oli hatte unterdessen vor im P1 alleine auszugehen. Jaros Abwesenheit machte ihn sauer. Beim tanzen starrte er auf seine Füße, ob denn seine Moves auch schwul und spackig genug wären. Dabei entdeckte er, dass sein kleiner Zeh am rechten Fuss aus dem Socken ragte. "Macht nix, Löcher hatte die Abwehr vor mir auch immer und so ein Zeh beim Tanzen schaut verdammt gut aus, in meinen neuen Sandalen". Der rosarote Nagellack war der Knaller. Alle Mädels starrten auf Olis Tanzstil. Dieser war einfach dermaßen "pogomäßig", dass alle mitmachen mussten. Oli wollte im Handstand einen Heben und wieder fallen lassen, aber Verena kam und erinnerte ihn an längst vergangene heiße, romantische Halmanächte. "Ja, das waren meine Heterojugendtage. Aber heutzutage bin ich halt schwul, also werde du lesbisch und verpiss

  • Leseabschrift Endlos Teil 2 – bzw. Seite (347-367)


    Aufmerksame „Verfolger“ der Endlosen werden nun merken, dass ca. 3 Seiten fehlen.
    Ja, genau so ist das leider. Durch das Löschen des Threads Teil 1 sind meiner Schätzung nach ca. 3 Seiten oder auch mehr verloren gegangen.
    Schade, denn so weit ich mich erinnern kann, gehörten diese Seiten zu den besseren. So geht ein bisschen der Zusammenhang verloren, aber kann man nix machen...



    ........... ließen Fandel überlegen, auf der Insel eine Kokosnuss-Plantage und ein Wettbüro zu errichten.
    Aber ohne die Clubanleihe gings nicht. Ein Floß wurde gebaut, mit dem Vorhaben zurück zu Olli zu gelangen. Auf hoher See bekam er Durchfall, denn Jaro hatte ihm heimlich den Proviant geklaut, aber dafür faule Eier und Tomaten zu einem verfüherischen Süppchen komponiert, welches einen tollen Geschmack und katastrophale Inhaltsstoffe hatte.


    Fandel sah in weiter Ferne ein Schiff, welches rosarote Schornsteine hatte. Klarer Fall: Piraterie! Sie hatten vor Jaro und Fandel zu vernaschen. Jaro nahm extra Wind aus Fandel's selbstgebauten Supersegeln und nahm Kurs auf die heraneilenden Piraten. Innerlich musste er schmunzeln, beim Gedanken an seine Vernaschung. Ein Enterhaken zog Jaro erstmal aus, bevor er ihn wieder Kiel holte, um damit unverständliche Sätze produzierte. An Bord mussten Jaro und Fandel tanzen: Ein asiatischer Lusttanz war Jaros Wahl. Fandel hielt dabei den Atem an: So etwas absolut überzeugendes haben die Piraten noch auf DVD. Aber Jaros Live-Auftritt war einfach so gut, dass die Gefangenen der Piraten die Gunst der Stunde nutzten, um mitzutanzen. In all dem Trubel merkte Fandel, dass er ein Ständer noch nicht eingeklappt hatte und der Stuhl ganz schön wackelte, worauf alles ziemlich schnell ging:


    Jaro nahm den Kescher und Fandel und sprang zielsicher auf ein Motorboot. Mit diesem düßten die beiden der untergehenden Sonne entgegen. Oli Kahn, mit seinem langen Krahn, war immer an der Küste gestanden - wartend und in der Nase bohrend - kennt man nicht, aber Olli war eben ein irrer Eifersüchtiger. Olli stöhnte: "My heart will go on! Jaro! Ich habe Lust, mit euch Zweien zu segeln!" Von der Seefahrt hatte Jaro allerdings noch genug Geld übrig, um lieber im Cafe "Nase" ein paar "Mensch-ärgere-Dich-nicht" Runden auszugeben. Dabei geschah das Desaster: Olli würfelte mehrmals hintereinander die Sechs, so dass Jaro seine Figuren die ganze Zeit ins Häuschen stellen musste. Olli zog so davon und Jaros Miene versteinerte sich. Sein Kopf lief rot an und man sah, wie die Ader am Kopf des Teschechen vor lauter "sich ärgern" wie verrückt pochte. Es war nur eine Frage des Würfelglücks, dachte Olli und warf einfach seelenruhig weitere "Sechser". Fandel meinte: "Alles fair - kein Foul zu sehen." Jaro platzte endgültig der Kragen und schmiss sich gegen die Wand. Das machte er immer, wenn er verliert. "Jaro, du weißt schon, dass die Runde noch nicht zu Ende war!!". Beleidigt antwortete er: "Mir doch !" Offensichtlich hatte das „An-die-Wand-werfen“ Jaro völlig durcheinander gebracht! "Ich will nach Gaylanus!" , rief er und nahm ein Handy zur Hand. Er wählte eine extraterrestrische Nummer und beorderte ein Glas Milch, sowie einen "Callboy", der mal neue Würfel mitbringt. "Revanche!" schrie Jaro, völlig siegessicher. "Bist du dir sicher? Du hast bislang IMMER gegen meinen verschobenen Gewichtsschwerpunkts "6er" Würfel verloren." Jaro hatte aber jetzt auch einen gezinkten Würfel am Start, nur warf dieser stetig nur Einser. Folglich sah's wieder ganz schlecht aus. Jaro wollte nun Würfel aus Elfenbein beschaffen. Ein fataler Fehler: Denn jeder weiß Würfel sind vom Kunststoff weiß! Jaro stellte einen "Personaltrainer" in den Gastraum des Bistros. Alle sollten zuschauen, wie Jaro seine Zeche zahlte, um doch noch pünktlich zum Ballettunterricht zu kommen. Im seinem Geldbeutel waren aber nur eingedrückte Kondome, so brauchte er nicht in der Balletumkleide zu fragen, ob jemand welche braucht. Beim zahlen stellte er außerdem die Pflanzen um. "Gefällt mir so eigentlich auch nicht." Ein zweiter Umstellungsversuch scheiterte ebenfalls.


    Deshalb wollte Jaro in den botanischen Garten, um dort zu inspizieren, wie sein Nachfolger , der immer wie Breno verteidigte, also gut, sich so schlägt. Aber der Handlungsverlauf nahm im botanischen Garten ein bisschen den Geschmack von "Seifenoper-Drama" an, denn dort drehte der "Marienhof" eine Soap über Lügen, Herzschmerz und Intrigen. Klar, dass da Jaro und Oli nicht ihre Tränen zurückhalten konnten. "Der Kameramann da hinten hat einen Ständer!" , stellte Jaro - noch schluchzend - fest und griff hemmungslos nach einem Bleistift, um das zu notieren. Dann öffnete er sein Notebook und startete die Tagebuchsoftware. "Heute einen Kameramann im botanischen Garten begafft. War klasse!". Dann noch schnell ne Runde Mine-Sweeper versucht zu zocken, aber es war ihm zu leicht. Denn die Erlebnisse der vergangenen Wochen waren für Olli und Jaro sehr bildend.


    Nun aber war es Zeit zu Bett zu gehen. In der gemeinsamen Kellerwohnung staunte Jaro nicht schlecht, als ein Rohrbruch für einen meterhohen Fäkalienstau sorgte. Doch Jaro wusste sich zu helfen: Er ermittelte die exakte Höhe des Fernsehers, subtrahierte davon die Breite des alten Staubsaugers und kam so zu dem überaus überraschenden Ergebnis, dass ihn nicht verwunderte: Staubsauger und Fernseher hinterlassen beide einen interessanten Eindruck von absoluter Perfektion in der siffigen Brühe. Daher wollte der Tscheche unbedingt und auch sofort mehr Miete zahlen. Olli war begeistert: "Optimal, dann kaufen wir noch eine braune Lavalampe und alles andere verscherbeln wir am Flohmarkt!". "Gute Aussichten für uns beide!“, entgegnete Jaro.


    Bei 'schöner Wohnen' gewannen sie ein Treffen mit Tine Wittler, die aber erst in fünf Monaten Zeit hätte. Machte aber nichts, denn Jaro hatte eine Zeitmaschine gebastelt. Dummerweise stellte er fest, dass Fandel ebenfalls eine gebastelt hatte. Diese war viel schöner und größer, so dass King Kahn mit seinem Kanu als Zierfigur dran war. Jaro war unsicher: "Wird Tine meine Zeitmaschine bevorzugen?" Jedenfalls hatte Jaro seine besten Sandalen für die anstehende Zeitreise mitgenommen. Der Zeitpunkt der Ankunft in der Zukunft sollte exakt auf den 1. Juli 2010 fallen. Aus unerklärlichen Gründen wurde es aber der 23.3. 75 000 000 Jahre vor Christus. Jaro war nackt und deutete dies als Zeichen des Friedens. Olli war nackt und machte ein Foto von einem Affen, der genauso prähistorisch aussah, wie der hinter Jaro und der hinter Fandel. Olli war begeistert: "Aus diesen Wesen ging also der moderne Oliver Kahn hervor!". "Schön für dich und Deine Torhüterzunft", meinte der gerade vom Scheißen gekommene Guido, der vor lauter Buchen den Wald kaum durchqueren konnte, da er sich ständig bücken musste und ebenso schnell verschwand, wie er aufgetaucht war. "Gott, lass uns ins Jahr 1543 kommen." Aber es half kein Wesen der Welt, weil die Zeitmaschine homosexuelle Fussballprofis diskriminierte. Also blieb nur, hetero zu werden. "Nieeeeemals!!!", schrie Jaro, nichtsahnend, dass Olli gerade "Fang den Stock" mit sich selbst spielte. Ein falscher Tritt und Olli würde in die Fangschere eines dort lauernden Säbelzahntigers geraten. Fandel schaute währenddessen prähistorische Insekten an. Dieses Hobby ist auf die Zeit zurückzuführen, als er erstmals mit Jaro und Olli Verstecken in der Wüste spielte. Da hatte er seine erste Faszination an Sandflöhen entdeckt. Im Hier und jetzt entdeckte er einen Dinosaurier. Die Größe seines Wesens war aber eher vergleichbar mit dem beeindruckenden Stock, den Olli vergnügt weiter Richtung der prähistorischen Affenbande warf. Er wollte Mitglied werden, musste dafür aber einige spezielle Aufgaben erledigen: Z.B. Brüllen wie ein Floh und beißen wie ein Karpfen. Großmaul Olli konzentrierte sich aber lieber auf Verena, mit der er aber schon abgeschlossen hatte. Plötzlich geschah etwas vollkommen unglaubliches: Der Himmel erstrahlte in gleissendem Licht und zwei riesige Arschbacken erschienen, um zu sagen, dass das völliger Unsinn ist! Auch wenn Arschbacken normalerweise nicht sprechen können, haben sie doch eine große Portion fäkalsprachlich orientierten, anspruchslosen Humors.
    Jedenfalls verselbstständigte sich die Zeitmaschine und es ging zurück in die Zukunft. Leider fielen aber auf der Reise sämtliche von Jaros Dildmäusen auf den Boden. Außerdem legten sie einen Zwischenstopp bei den antiken Griechen ein, um mal so richtig am Souvlaki-Buffet zu naschen. Oli machte einen Spagat und hielt Weintrauben zwischen seinen Zehen, während Jaro zwischen seinen Wurstfingern einen sehr sehr langen Kunstdarm zwirbelte, mit dem er Fandel immer wieder den Arsch versohlte. Oli hatte mittlerweile genug und grummelte in Jaros' Richtung: "Zeitreisen macht unglaublich kreativ!"


    Jaro hingegen designerte seine neuen halbautomatischen Rip-Shirts aus echter marsianischer Spinnenseide in der er sich sehr wohlfühlte. Das Handy bekam ein Regenbogenfarben-Display und am Hintern wurde eine Sonnenblume aufgestickt. Kurzum: Es war kaum ein besseres Outfit als Oli sein Gebiß, auf dem er bunte Smileys aufgemalt hatte. "Manchmal möchte ich schon mit Dir", trällerte ein besoffener Nebendarsteller, der sofort vom eifersüchtigen Jaro gehängt wurde. Nun wollten sie zurück zu Fandel, dessen Zeitmaschine zwar sehr schön war, aber das gewisse Etwas fehlte. Deshalb wurden Amarell und Chrissy Wörns in diese gesetzt und zum St. Nimmerleinstag geschickt. Leider wurde dabei Rafati vergessen, der in Marokko das Jenseits suchte. Jaro betätigte sich als Prophet und verkündete in Hamburgs Herberstraße (Rotlichtbezirk) vor dem Urinal kniend und sich verbeugend vom Ende der Karpfensaison. Oli sammelte zur gleichen Zeit, am gleichen Ort seine Kräft, um die karpfenlose Zeit voll und ganz zu genießen. Mit 82 Bratwürsten müsste die Zeit eigentlich locker zu überbrücken sein und 89 Beglubbte wollten Olli und Jaro auf einmal zu Monsterwürmchen verarbeiten. Aber der Jaro, der Schlingel, der hatte noch den griechischen Chancentod dabei, der in allen Lebenslagen stets bestens beim Toreschießen versagte. Gemeint war nämlich z.B. folgende Situation: Ein Zarate mit Nummer 66 hatte am linken Sechzehnereck bereits drei Gegenspieler ausgeschwanzt, um dann aber doch den Ball in die Noris von der Doris zu bugsieren. Anschließend noch kurz vier Elfmeter verschossen und eine Rote Perücke aufgesetzt: Schon kann`s zum Tanz mit dem unverwechselbaren Hüftschwung gehen: Jaro’s Taille wirkte durch den Gürtel mit dem geschwungenen "J" besonders unappetitlich im moonlight und Olli fragte sich ernsthaft ob Jaro da einen Fleck am Kragen hatte.


    Im Schwarzlicht erschien plötzlich aus heiterem Himmel Marco Busch vom Marienhof, der sich nach Engelhardt in Karlsruhe erkundigen wollte. Er erfuhr, dass er mit Lothar und missyblue zusammen einen Banküberfall planten, um dort ein paar lange Unterhosen aus dem Tresor zu stehlen. Dies allerdings führte durch Pleiten, Pech und Pannen zu einer bizarren Gesamtsituation: Erst haute sich der Taxifahrer einen Zeh an. Dann rannte Lothar gegen einen Polizisten, der gerade einen Terpentinschlucker verhaften wollte und sich dabei einen Hexenschuss einfing. Die feuernde Hexe war äußerst genervt, weil sie doch beim Glubb eine Festanstellung bekommen hatte, aber das Abstiegsgespenst immer noch fürchtete, wie der Jaro das Gebiß vom Oli, der beim knutschen immer voll fies sabberte. Das ist auch der Grund für stets eingesaute Teppiche im Anwesen von Marco Engelhardt in der Seniorenresidenz von Unteraltenaab. Doch genau dort findet die alljährig wiederholende Schneeballschlacht der Tunten statt! Tauwetter betrübte die sowieso schon mießerablen Wettbewerbsbedingungen. Dennoch formte Jaro den ersten matschigen Schneeball und warf ihm dem sensiblen Titan in den Rachen. Jedoch gab es nur Punkte, wenn der getroffene schluckte. Olli hatte nur vor zu schlucken, deswegen riss er seine Goschn so weit wie ein Scheunentor auf und verschluckte versehentlich die glubbwitch in einem "Usernamen-Soloposting-Wettbewerb" , made by Karpfen! „Hehehe“ meinte da der Karpfen und ging zurück in den Aischgründer Karpfenteich. Jaro formte den nächsten Schneeball. Lustvoll streichelte er ihn und tunkte ihn in Parfum. Diese kalte Liebeskugel sollte eine besondere Gabe sein, um allen Schneeballschlachtsbeteiligten zu verdeutlichen, wie Schneebälle riechen können. "Wahnsinn!", meinte Schiedsrichter Fandel. "Nicht von dieser Welt" , meinte Olli, der den Schnee sogar erhitzte und dann wieder in ein Kühlfach steckte. So bekam er verschiedene Konsistenzen und bot sich dadurch als Eiswürfelverkäufer für die erhitzten Schneeballwerfer an. Ein spektakulärer Todesfall erschütterte jedoch das Treiben: Gretchen Müller, ein völlig unbekanntes Weiblein wälzte sich zu lange nackt im Eismatsch und verschied. Die folgenden Szenen erschütterten nur wenige: Jaro und Olli gingen heim.


    Olli musste nämlich schnellstens sein Frühlingshobby vorbereiten. Immer Ende Februar geht er mit seiner Bande auf U-Bahnhöfe, um dort unschuldige Passanten zu beglücken, indem er abgelaufene Schokolade von Weihnachten verteilt. Eine finstere Clique kam - als Osterhasen verkleidet - auf ihn zu und sagte "In der U-Bahn wird nicht die Überwachungskamera mit Schokolade beworfen!" Schon flogen die Fäuste! Leider hatten die Bunny´s vergessen, dass Jaro und Olli gemeinsam mit Wattebällchen werfen können und "Tätätäää!" rufen, dass konnte Jaro schon seit zwei Wochen, nachdem der Versuch gescheitert ist eine Verhinderung seiner Geburt zu erwirken. Nun öffneten sich die U-Bahn Türen der fahrerlosen U-Bahn, jedoch hatte Jaro seine Mobi-Card vergessen und der Fahrkartenkontrolleur verstand keinen Spaß . Dumm, denn Jaro war zum Scherzen aufgelegt: "Haha" meinte er, "Ich kann machen, dass die U-Bahn bei der nächsten Haltestelle anhält und dann werdet ihr alle staunen." An der Scheibe montierte Olli eine Notbremse. Kurz vorher ölte er den Griff ein. Als Jaro dann kichernd prahlte, er würde ohne Fahrkarte fahren, verdrehte Olli die Augen und bald auch seinen Penis Richtung Fahrgäste um Ihnen zu zeigen, wie sehr er sich von Jaro ohne Fahrkarte distanziert. "Es hat keinen Sinn mehr" schluchzte ein unbedeutender Passant und wollte wissen, wie man aus Jaro Imformationen herauslockt, wie er stets ohne jede Berührung hinfallen kann und dabei auch noch Rückwärts die Beschwörungsformel für bestochene Schiris aus seiner geheimen Hosentasche zaubert. "Tja, ich liebe es." , jauchzte er und fragte, ob er es mal vormachen sollte. McDonalds erhob Einspruch, da er rote Sauce an den Fingern
    abschlabberte. Leider war Jaro das ganze Theater in der U-Bahn zu sehr auf‘s Gemüt geschlagen. Ermattet sank er theatralisch und inszeniert mit jämmerlichem Klagen in die Arme des heran eilenden, auf seinen eigenen Vorteil bedachten Schiedsrichters, der ihn dann auf eine vom Notarzt herangeschaffte Hollywoodschaukel brachte, um ihm hier und jetzt mal in die absolut unbeschreiblichsten Momente der Blaskünste einzuweisen. Jaro allerdings war dermaßen matt, dass er die Tuba einfach fotografierte und auf ebay reinstellte. Das löste eine Kettenreaktion aus und jeder wollte die Original "JaroTuba". Das Angebot des Jahrtausends wahrzunehmen, stellte sich als vollkommen, unübertrefflichen, schick und voll im Trend dar. Jedermann bot auf ebay. Das höchste Gebot war von Olli: 3,95€. Denn dieser Blechschrott mit seinen unvergesslichen Gratisverzierungen sah dermaßen billig aus, so dass dann eigentlich nur noch Lothar billiger aussah.
    Und Lothar (jeder wusste das) war der letzte Herzogenauracher, der die 3,95 € zum Jahresjugendspartag trug. Das gewünschte Hüpfseilset wurde extra aus der Sparkassengeschäftsstelle Herzogenaurach Mitte gebracht. Lothar spendierte auch aus tiefster Überzeugung ein Trainerseminar für 12-jährige, welches von dem Geheimnis des Versagens trotz Reichtum dominiert war. In diesem Seminar durfte natürlich auch nicht geraucht werden. Der erste Schwerpunkt beschäftigte sich mit Lothar's grandioser Spielerkarriere. Danach ging es um Marco Engelhardts geplanten Fisiersalon. "Entschuldigen Sie, ich dachte hier kann man Jaro's Tuba erwerben?!", fragte Jogi voller Euphorie, um dann aber wieder nach Freiburg zu verschwinden! Lothar widmete sich direkt dem jugendlichen Auditorium und referierte über das Eheglück. Er sprach: "Zuerst schau‘n Frauen auf‘s Geld! Aber irgendwann Jahre später auch auf Intelligenz, die mir total fehlt, aber machts einfach wie ich: Werdet Freunde von Jaro und und singt!" Keiner wollte aber singen, stattdessen Jaro's Buntstiftsammlung schnell ausprobieren! Alle Stifte waren ungespitzt, so dass das nur dicke rosa-farbene Linien auf Michi Kempter's Po, der sich so stark konzentrieren musste, hinterließ! Bunt wars nicht, aber Jaro hatte eben nur die Absicht, sich nackig auszuziehen, um sich dann schnell wieder anzuziehen! Gottseidank wusste niemand davon. Sonst nämlich kämen Ordnungshüter von der Firma "Sportfive" um gegen das oberste Gebot der Homosexualität zu protestieren.

  • Leseabschrift Endlos Geschichte Teil 2 (Seite 20-32) bzw. S.367-379


    Das besagt nämlich "Pommes immer mit leichtem Schweinefett andünsten, dann kalt werden lassen!" Jaro wusste, dass er das nie so gemocht hat. Pommes schmecken ihm rosa-weiss am besten. Dazu bestellt er immer noch eine große Spezi und träumt von großen, runden Tennisbällen, die er immer bei romantischen Stunden mit Olli in der Nähe von Rangierbahnhöfen gegen die Wagons drischt. Dabei hatten die beiden so viel Spaß wie der Lothar beim Erzählen seiner Trainerstationen, also mehr Ehen als Trianerstationen und mehr Scheidungen als Erfolge. In einem der Tennisbälle befand sich jedoch gemeinerweise ein für Jaro undefinierbares kleines Stück. Mit einer Pinzette und einer Lupe puhlte er vorsichtig vorerst am Tennisball herum. Bald wollte er aber auch Lothars Briefmarkensammlung sortieren. "Nenene, das is alles schon systematisch geordnet! Hier auf Seite vier siehst Du naggerde Weiber und Urlaubsfotos." Jaro erschauderte beim Anblick von Lothar's käseweißen Brustwarzen und übergab sich in furchteinflößender Weise. Der heterosexuelle Lothar hatte einen Cock Ring am Penis, für 20 Cent vom Marco abgekauft. Er hatte das Teil aus einem Sexshop in Bahrain.


    Dort gibt es Strafen wenn man beim Spazierengehen wild pinkelt und mehr als drei mal abschüttelt. Auch das Rauchen wird bestraft durch Kautabak schnupfen, was von Loddar das Kleinhirn verätzte und somit zu den hießigen Eskapaden führte. Entkräftet fragte er: "Warum nur kann ich nie, aber auch wirklich nie mit Mutter Beimer alleine sein und meine Englisch, ähm Französischkenntnisse verbessern , während sich Lilli-Anna (Anmerkung der Redaktion: Stand der Handlung 12.03.2010) die Schamlippen piercen ließ. Zwischendrin platzte plötzlich Fandel in die Szeneri hinein: "Ich werde jetzt Schiri-Chef und lasse keinen mehr an meine Pfei-fe, weshalb ich gestern Bratkartoffeln anbrennen habe lassen!". die ich selber mit den Pobacken gebraten habe und (dank an K) mit 2 Eiern verziert habe, weil schließlich Ostern vor der Tür steht. aber keiner aufmacht wegen diesem Hokuspokus Bei Salbaders letztem "Herrenabend waren pinke Tschechen unerwünscht. Trotz alledem kam Theo Zwanziger in pinkfarbenen Tschechenmäntelchen und zwinkerte neckisch den Goldfischen zu, wobei einer antwortete: "Glauben Sie das...?"


    Daraufhin fuhr Theo beleidigt nach Lodz, um in einem katholischen Knabenchor das Stöckchen rauszuholen. Damit niemand etwas mitbekommt, verschleierte er seine wahre Identität, da er eigentlich russischer Wodkatrinker war. Vier Flaschen pro Tag waren einfach nicht genug! Deswegen sammelte er noch Pfandflaschen aus dem Altglascontainer um auch noch die Nocherli auszusaufen (LOL). Mit 4,5 Promille kann man sogar Löw und Bierhoff ertragen (nochmal LOL) oder auch bei rot über die seitlich an der Ampel geparkten Autos kriechen (nochmal LOL ...ich lass es jetzt). An der Windschutzscheibe des ersten Wagens hängt ein Päckchen Kaugummi. Aber im Vollrausch machte Theo Kondome daraus, was völlig daneben war. Denn Jarolim schaut normalerweise immer erst auf die Ablage, ob dort der neueste, amerikanische Playboy liegt, weil dort ein Geschenkegutschein für Sexspielzeug und Leberkäse beiliegt .


    Leberkäse war schon seit Jaros Kindheit immer gern gesehen, da er damit immer gerne "Stech die Gabel mehrmals in das dicke, saftige Metzgerwerk" spielte. Manchmal geschah es, dass noch Saft aus dem Haggschdogggraddsi spritzte und Jaros Hose besudelte. Deshalb war er bereits seit frühester Kindheit mit einer Hausfrauenschürze bekleidet, die schmutzabweisend war. Ein Lotus-Effekt verhinderte ein Treffen mit Michi K., der ohnehin jedermann unbekannt war. Jaros Schürze stieß sogar Manfred A. ab, welcher auch nicht durch Bekanntheit glänzte.


    (zusammengefasst by „Chancentod“)


    Zwei Tage später fiel in China ein dicker Schiedsrichter um und Jaro drückte sein Bedauern in einem offenen Brief an den inzwischen verreisten Theo aus. Aber jedermann schluchzte, als er Jaro‘s Zeilen las weil sie so angsterfüllt von einem möglichen Abstieg des FCN und den damitverbundenen Konsequenzen einer Rückkehr in die zweite Liga waren. Geld spielte bei Jaro immer eine Rolle, aber man würde ihm nie zutrauen, den Ruhmreichen mit Geduld durch Stolpern über die unsichtbare Spielfeldschnur zurück in die Pfründe der endgültigen Leistungssteigerung durch sichere Schwalben anzuführen. Früher, da konnte Jaro in einer Minute 10 Schwalben hinlegen und dabei auch noch die Handynummer des jeweiligen Gegenspielers herauskitzeln. Dazu fragte er gemächlich: " Auuuuuua Fouuuuul, oder?!!" (LOL). "Was?!!", schrien dann die Schiris und legten Jaro nahe, nach dem Schwalbenspektakel sich lieber noch 10 Minuten zu wälzen. Da er aber sehr auf Reinlichkeit achtete zog er schneller als sein Schatten sein Hemdchen aus und zack fertig.


    Denn Jaro hatte immer mehrere tiefenpsychologische Traumata im Kopf, welche ihn dazu leiteten, eine nackte Kuh zu bekleiden. Eigentlich waren ja alle begeistert von Jaro's Ideen, aber Lothar erkannte die drohende Gefahr in den Fall Amerell verwickelt zu werden, weil er wusste dass Jaro Kühe und Schiedsrichter generell manchmal gerne in seinem Stall, wenn keiner zuschaut, fotographiert (LOL). Diese Vorliebe teilt er mit seinem Seelenpartner Herbert Fandel. Beim letzten Foto-Shooting hatte dieser einen stets interessanten Katalog mit den neuesten Schiripfeifen. "Schön, früher war Ich auch eine Pfeife, aber heute bin ich zur Oberpfeife geworden und kann mittlerweile erstklassig meiner Oberpfeife in den Halmaspielaufzneichungen zeigen, wie man Kühe richtig knippst!" Mit Selbstauslöser wollte er zu überzeugen versuchen, aber als er ins Motiv hastete passierte unglaubliches, denn plötzlich erschien überraschend aus dem Nichts, ein UFO. Die Tür öffnete sich und Ottfried Fischer, der gar nicht anwesend war, fiel vom großen roten Stuhl, direkt auf die bedauernswerte Model-Kuh! "Sowas Blödes" zischte die Kuh und jeder staunte über die neuen grünen Schnürsenkel des Kaisers. Unverhofft und völlig ausgepowert raffte sich Lothar auf, um sie zusammenzuknoten. Mit zittrigen Händen tat er sich sehr schwer. Aber lustig war das nicht: Er inhalierte dabei den Geruch von Jaro's Hackbraten, den er gerade nebenbei verspeiste. Jetzt ging alles völlig nach Jaro's Geschmack : Lothar nahm die Binde von den Augen und Olli sang "Das ganze Leben ist eine Wundertüte" nochmal zusammen mit den Flippers. "Also das ist aber eine Überraschung! Du hörst die Flippers?!", fragte überrascht Manfred Amarell, der seinen Pullermann von Gebrauchsspuren reinigte und hastig die Flippers-CD verschwinden ließ. Dann rollte ein Schweizer Bergkäse vorbei und wurde vom Lothar in Dillsauce ertränkt und mit Semmelbröseln getrocknet. Die Zeitschrift "Der Feinschmecker" diente dann als Einwickelpapier für die Reste, denn Jaro war völlig bedient, schämte sich aber zu sagen , dass er sich heute sehr unschwul über den Käse hermacht, weil er seine Homosexualiät vor Olli's Eltern erstmal verbarg.


    Als dann aber der Käse gegessen war, ging Jaro unter die Dusche, um zu prüfen, ob das Wasser auch nicht zu nass ist und ob die Haltestangen auch wirklich nicht im Abseits stehen (LOL). Schiedsrichter Kemptner campte derweil alleine vor der Bärenhöhle seiner Frau und schwenkte eine weiße Fahne als Zeichen für seine stets friedlichen Absichten. Jaros Duschkontrolle hebte einige Mängel hervor: So war die Kabine kaum für zwei Männer gleichzeitig benutzbar. Außerdem fehlte der von Jaro geliebte Olli-Kahn-Seifenbück-Platz (LOL). "In dieser Dusche können wir einfach rein gar nichts zusammen erreichen. Lass uns gleich morgen früh erstmal den Duschhahn und den Schlauch gegen einen richtig großen und langen tauschen!" Im Baumarkt fragte Jaro höflich nach der Uhrzeit. Danach stellte er seine Uhr auf haargenau die Zeitzone von Mikronesien, weil er einen Telefonanruf erwartete (LOL). Über die Rasenmäherabteilung ging es dann ganz kurz zu den Gummihandschuhen, weil der Anrufer des Partnerschaftsportals nicht anrief. Bei den Weiherhosen stellte er dann plötzlich fest, dass er ja noch eine Säge und ein Giebelspitzmass brauchte, damit er auch später die neuen Duschvorhänge in die Ecke werfen konnte. Er rief deswegen sogar extra den Chef des Baumarktes zu sich, nur um ein kostenloses Glas Tucher gegen ein teures Holsten Pilsener zu tauschen, um dieses dann wiederum gegen einen Gutschein für ein lecker aber noch teureres belegtes Autolack-Repairset einzutauschen.


    Folgendes Wirrwarr – ohne System und dadurch teilweise schon recht unlustig:


    "Aber Du kannst doch nicht die Schminke essen, auch wenn das Bier dazu schon kalt ist. Er kaute nervös auf dem Pariser rum, der nach Fischstäbchen schmeckte und bemerkte einen besonders preiswerten Lauchauflauf bei "Thorsten's Grillküche". Dieser wurde unter Absingen schmutziger Lieder zum Baden in Jaro's Whirlpool vorbereitet, aber dann merkte man doch dass die Inhalte von lidel.org unwesentlich von Chancentod in das ganze Nordkurve-Forum gesetzt wurden. Jaro war immer noch mit dem Betrachten der Inhalte von lidel.org beschäftigt, während Lothar versuchte die Szene nachzustellen. Erst übergoss er sich mit Gleitmittel, dann forderte er unter der renovierten Dusche ein "Schere-Stein-Papier" Duell gegen den auserkorenen Banannenlutscher, der drei Banannen gleichzeitig in einem Mixer zu einer wohlschmeckenden Apfelsaftschorle mit Himbeersirupgeschmack verwandelte. Natürlich hat er Geschmacksverstärker in Form von Ameisensäure, Glutamat und Sperma dabei denn Fandel ist eine "Geschmacklose" und verlorene Seele. Das Getränk konnte (so gut war es) sogar in den freien Raum gestellt werden - dort passte es optisch zu den schmutzigen und verklebten Haaren, die im Abfluss schon seit längerem rumlagen. Olli hatte sich nämlich eine nagelneue grüne Perücke beim Basar erfeilscht. Manchmal hatte er Heißhunger auf Kotstulle, frisch gemacht von Maica - denn Maica macht das Würstchen. "Hmmmm, lecker!", stoß es aus Olli heraus. Er hatte sich gerade ein bisschen gewaschen und dann wollte er auch schon wieder gehen, denn er musste dringend in die Dusche pinkeln. Dabei bekam er überraschend eine SMS von Lothars Ex-Frau, dass er doch sofort einen Trainervertrag in Indonesien unterschreiben soll. Die Männer von der Reisplantage bräuchten dringend ne Vogelscheuche um den grünen Fussball aus`m Gras , den sie gerne gegen einen GLUBB Abstieg getauscht hätten zu vernichten. Fandel flog nach Augsburg, um die weißen Linien zu sabotieren: Beim Hornbach bekam er äußerst günstig einen Staubsauger, mit dem er erstmal beim Jaro so richtig die Sau rausließ. Danach stieg er seinen tiefergelegten blauen Opel Corsa und fuhr im Kreis. Runde um Runde wurde er schneller, denn sein Corsa versagte und er stieg schnellstens in den Zug und fuhr als einsamer Cowboy in den Sonnenuntergang, weil er romantisch veranlagt war und dabei endlich seine löchrigen Socken auf dem Erbseneintopf lagen und seine gestrenge Frau Mama mit erhobenen Zeigenfinger postulierte: "Denke immer an deinen eitrigen Hautausschlag und nimm die Socken sofort vom heißen Herd bevor sie bruzzeln, denn das ist kein schöner Anblick, weil schon vorgestern im Solarium einen sehr schlechten Schweißfilm über die Solarplatten gezogen haben und durch den Kurzschluss das Stromnetz geflickt werden musste.

  • Leseabschrift Endlos Geschichte Teil 2 Seite 32-47 oder im Ganzen Seite 379-394


    Das "Comeback" glückte :lol: Die folgenden Zeilen sind recht gut gelungen :mrgreen:


    Inzwischen hat Loddar seinen Job als Rasenpfleger in Süd Afrika gegen einen super bezahlten Job als Englischer Lehrer in einer Würstchenbude vor Johannesburg eingetauscht. Dort verstand man ihn nicht, deswegen schüttete er nen Sack Pommes in die Friteuse und machte dazu ungenießbare Fliegenpilze (paniert). Jarolim, der hungrig war, aß natürlich alles auf. Nebenbei laß er in der tschechischen Volkszeitung „Lidove Noviny“ und verstand kein einziges Sudoku. Dann fand er etwas interessantes: Eine Stellenanzeige als Schiedrichter fürs Finale! Fandel gab ihm seine aller besten Ratschläge, wie z.B. die Formulierung eines professionellen Lebenslaufs: „Hier könntest du ganz schön punkten, denn wer hat schon fünfzig gescheiterte Anstellungen als Saft-Schubse oder die Begabung für Schwalben" , meinte Fandel, der schon Zeit seines Lebens mit dem Waschen schmutziger Wäsche einen sinnstiftenden Lebensinhalt sah. Bunt-und Kochwäsche wurde dann schon manchmal mit Handgriffen, die den Kenner veraten, fein getrennt und nach und nach in den Reißwolf gesteckt (LOL). Allerdings moserte Fandels Frau deswegen und packte ihn am folgenden Waschgang mit in die Waschtrommel. Darin drehte er dann völlig durch und trank den Weichspüler weil er durstig war. "Hmmm, schmeckt wie Waschpulver."


    Frisch gewaschen und gut duftend ging es dann zu Jaro's Seepferdchenprüfung in das Hallenbad von Kapstadt (LOL). Braungebrannte Cordoen Bleaus dufteten unnachahmlich in Buttersauce. Hausgemachte Spezialitäten werden eben auch Nichtschwimmern gerne mit einem Glas Senf gereicht (LOL). Übersättigt und rülpsend musterte er seine Konkurrenten: "ich gebe auf." Der glitschige Boden des schleimigen Bordells wieß darauf hin, dass er ausrutschen und keinen reinbekommen würde, weil alle schon beschäftigt waren: Olli z.B. baggerte an KMH, aber diese schwärmte vom GLUBB, so dass Olli seinen Augen kaum trauen konnte. Endlos erzählte sie von den Meisterschaften vor dem 2. Weltkrieg. Dann trank Jaro noch nen Schluck Chlorwasser mit den anderen Nichtschwimmern. "Herr Jarolim, sie wären jetzt im Darkroom und hätten einen Wunsch frei was..." "Ich würde natürlich gerne Olli streicheln!" unterbrach er den Moderator glucksend (LOL). "Ja, aber er ist halt momentan leider zu fett." In der Tat: Seit der Beendigung seines Job's als "Callboy", begann er mehr und mehr und mehr und mehr zu verwahrlosen. Dies lag daran das alle Pflichten seiner Liebesbeziehung zu David Jarolim mit einer roten Karte endeten.
     
    Der einzige, der für Olli noch interessant Gitarre spielte war ein spanischer Stierkämpfer (LOL). Leider wusste er : Seine bleiche Haut und sein Hang zur Masturbation würde ihn eines Tages dazu verleiten, sein ganzes Geld für den Kauf von Pampers auszugeben. Aber zum Glück gab Olli dem Spanier einen Rat: "Nachts, bei Neumond vorm Johannisburger Stadion kann man, wenn man möchte, einen "Negerkuss" einfangen, etwas selteneres gibt es dort nicht!" (LOL). Der Spanier wollte die Krake "Paul" für seine genauen Vorhersagen in die Friteuse schmeißen, zusammen mit Salz und Ingwer gab‘s ein schmackhaftes Calamari. Neumond bedeutet aber auch für Olli: Tampons kaufen! Denn immer genau einen Tag danach, geht er zum Trödelmarkt und stöbert nach okkulten Büchern und nach Gebrauchsanleitungen für Geisterbeschwörung. In der folgenden Wallpurgisnacht verkleidete sich Olli als Eichhörnchen (LOL). Jaro - ganz im Hexenkostüm - zeigte mit dem Besen auf einen Stein. Dieser Stein war magisch: Immer wenn man ihn berührte fühlte sich der Stein sehr steinern an (LOL). "Total crazy!", rief der dazugeeilte und stets perfekt gestylte Tim Wiese, der den Michael Rensing imitierte und einen Vertrag mit MaBa machte, um dessen Zigarettenlager am Valznerweiher nutzen zu dürfen. Jaro, skeptisch wie eh und jeh, sagte: "Gute Idee!". Des Weiteren kritisierte er die vertraglichen Details und wunderte sich über die 5 Jahre Laufzeit. "Ähm, ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass Deutschland Weltmeister wird. Für diese Überzeugung werde ich viermal in den Puff gehen, um dann mit den deutschen Jungs ordentlich Plätzchen zu backen!".


    Loddar war mittlerweile in die Jahre gekommen. Fussball spielte er nur noch in Madagaskar. Wenigstens dort viel sein weißes Haupthaar nicht so auf. Immer wenn er dort war, gab es aber Probleme mit den jungen Spielern: Lothars Schnelligkeit glich der einer Schnecke, aber, wenn er was gut konnte, dann "ballsitting". Seit Stunden saß er schon und schrie: "0:0 langt Jungs!" (LOL). Dann erhob er sich, lief achtmal um die Eckfahne und ließ sich danach auswechseln. Schweißgebadet setzte er sich auf eine Bambushütte und verfasste seine Memoiren - auf Englisch - um mehr Leser zu haben, die mit korrekter Grammatik weniger Schwierigkeiten haben würden. Guten Humor, Textverständnis und Grammatikbeherrschung kann eben auch Fussballgraupe Lothar nicht. Vor allem wenn man damals in der Schule lieber in der Nase bohrte, anstatt dem Lehrer mal so richtig ans Unterrichten zu erinnern und neunmalklug die Klassenkammeraden mit Fussballwitzen abzulenken, die leider nie lustig waren.
    In Erdkunde z.B. sprach Lothar oftmals über Japans wirtschaftlichen Aufschwung in der Nachkriegszeit. Japanisch sprechen konnte er sowieso besser als jedes Neugeborene. In Nagasaki ersteigerte er einst Überreste der so bekannten und allseits begehrten, blau lackierten Fingernägel des letzten chinesischen Nackthundes mit Tättowierung der asiatischen Mafia. Für Fernost-Experte Lothar waren die kleinen Thailänder gewissermaßen optimal am Markt gegen Feigenschnaps einzutauschen und Walhoden, denn der Loddar mag das einfach. (Die letzten ca. 3-4 Sätze wurden brauchbar verändert – Anmerkung der Redaktion!) Die Universität von Tokio untersucht bereits woher Loddar, des Debberla, die exklusive Meinung hatte, dass alle Männer unter 1,70 m genau so wie Frauen über 1,70 immer gerne und mit maximaler Hingebung alle Menschen in ihrer Umgebung pulverisieren wollen.


    Loddar, ganz in weiß, wälzte sich im Gras, weil er einen Werbe-Vertrag mit Persil-MegaPerls hatte (LOL). Nun fühle er erst so richtig , wie hungrig er nach Liebe war. Ein Anruf! "Ja, Lothar hier?" Es war die Enkelin seiner Jugendliebe aus gemeinsamen Zeiten mit Olli. Drei Kinder bekamen sie vor Gericht in Lima zugesprochen, denn Berufsmama Olli hatte einfach genug von seiner Gorillazucht im Kongobecken (LOL). Tausendmal versuchten sie, auf biologischem Wege Olli's Vorfahren Enkelkinder zu schenken - aber immer scheiterte es an Lothars Blutdruck. Ständig die legendären Alkoholeskapaden mit Grappa und Dopelkorn - da lief einfach nicht mehr viel in Olli's Hose , an der Lothar immer gerne "Reißverschluss auf - Reißverschluss zu" spielte (LOL). Das gefiel ihm sehr. Den Reißverschluss auf und zu machen lernte er extra bei einer von Jaros Info-Veranstaltungen "Homosexualtät – sicher ins Glück mit dem kleinen David" (LOOOL). Dort lehrte Jaro anhand Power-Point-Präsentation richtig fleißig, weswegen er auch alle Bayern- und HSV-Fans zu einer homosexuellen Grundorientierung ruhigen Gewissens gratulieren konnte. Er war stolz: So viele Fans... und alle stockschwul und alle hatten diesen Zustand nur durch Jaros unnachahmlichen Therapiemöglichkeiten: Einmal, da hat er zwei Vogelspinnen aus der Tierhandlung geklaut und bei seiner Vorlesung mit sanften Tuba-Klängen beschallt (LOOL). Szenen, welche sich sonst nur beim Kaffeeklatsch von Guido und Wowi abspielten, waren von nun an tagtäglich. Die Spinnen wurden allmählich handzahm und lernten schnell, genau wie Jaro , wie man richtig saugt.


    Alle waren total happy... bis plötzlich eine alte Frau ihre Gehhilfe verkaufen wollte, weil Olli - in die Jahre gekommen - diese besser mit Kaffee und Kuchen versorgte, als der in die Jahre gekommene Jaro. "Wir alten trinken immer Stroh 80, denn der Jaro kauft nix anderes." jammerte der noch ältere Herbert Fandel. Der verweilte übrigens momentan hochkonzentriert über einer Partie Uno-Uno zwischen zwei Papiertonnen (LOL). Mit erhabener Stimme summte er: "Lothar, schlaf nicht, du bist nicht ich. Nein." Die Melodie konnte er ausnahmsweiße auswendig " Oli verriet sie mir." erzählte er mit offenem Hosenstall.


    Plötzlich erinnerte sich Jaro: „Das also wolltest du hinter meinem Rücken verstecken. Dabei weiss ich längst, dass du gerne und oft meine Lunch-Pakete einfach so gegen irgendwelche komischen Pornoheftchen aus Lothar's Hobbykeller tauschst." Das problematische daran: Der Herzogenauracher hat im Keller noch so manche Leiche. Wenige wissen, dass Matthäus nebenberuflich sein Geld mit einer kleinen Melonenfarm verdient (LOL). Vor allem wenn der Jaro nachts nicht immer das komplexe Bewässerungssystem inspizierte, konnte man Lodda oft entdecken wie er Angst hatte. Jaro - mit seinen groben Händen – könnte die zarten Leitungen verbiegen (LOL). Dann würde nämlich seine so kostspielige Züchtung der phänomenalen Stabmelone im wahrsten Sinne des Wortes Kahn`sche Ausmaße Annehmen - so winzig wollte Loddar seinen Gartenzwerg dann doch nicht ausstatten. Er nahm eine Handvoll geriebene Eigenhörner und einen Sack voll Hirschpenis und einen Kinderriegel und setzte sich entschlossen in die Nesseln. Das war krass! So viel Männlichkeit – So viel geballte Stärke reichte aus , um allen unmissverständlich zu demonstrieren: Mir brennt der Arsch, aber ich bin ein Mann! Dann sank er in tiefe Ohnmacht. Diese Gelegenheit nutzte ein Dieb, um ihn kurz mal zu betrachten und seinen Gürtel mit den Schnürsenkeln zu verknoten. Doch Jaro griff todesmutig ein und beatmete ihn durch den Hosenstall. Dann faltete er die Hände und sprach das "Vater Unser", während Lothar lüstern wieder zu Bewusstsein kam. Überstürzt entlud er seinen Melonendünger und stolperte mit Krawall gegen einen Traktor, der für das allnächtliche Güllebad mit einem Jauche-Anhänger bestückt war.


    Fäulnisgerüche stiegen empor, als urplötzlich ein Investor Lothars Melonenfarm (Anmerkung von Chancentod: *köstliche Rund grade - drei Teilnehmer mit "Tradition" *) für sage und schreibe 12 Milliarden Euro kaufen wollte. Kaufmann Loddar wusste: Gebe ich ihm noch den Mähdrescher dazu, den Traktor und die Kuh Lilijana, dann könnte ich morgen sogar die Kuh Lilijana wieder zurückkaufen. Und ausserdem war Jaro der viel bessere Landwirt. Unverdrossen erntete er, wo er niemals gesät hatte säte, wo er niemals zuvor gegrillt hatte...


    Beim Grillen nämlich, achtet Jaro nie auf die Marsmännchen, die ihm seinen Grillanzünder gerne und oft über den grünen Klee lobten:"Ui, ist das heiß, verdammt, warum brennt der so gut?". Das Geheimnis behielt und verwaltete Lothar an einem ganz luftleeren Raum. In seinem zugegebenermaßen hohlen Köpfchen. Dort lagerten auch die von Jaro so begehrten heißen Telefonnummern diverser Tuba- und Blechblasinstrumentenhersteller (LOL). "Eine Vuvuzela wäre jetzt was feines!", dachte sich der Meisterbläser und schwelgte in unerfüllten feuchten Erinnerungen.


    "Aber das ist doch nicht zu glauben!" , stöhnte Olli, als auf einmal ein Chancentod (*g*) vor ihm auftauchte und ein Trkot mit der Nummer 9 (es war nicht das von Charisteas) respektvoll vor ihm zusammenlegte und in den Schrank einsortierte. Da freuten sich die Motten, denn 9+2 macht 11. Jarolim verstand das nicht, aber Lothar versuchte es gar nicht erst. Olli hingegen fragte sich durch: "Zwei Finger und elf Finger... das muss mir der Franz mal ganz langsam erklären. Ich steig da einfach net durch!" Dabei musste er als Loddars Melonenfarm-Hauptassistent eigentlich täglich Kürbiskerne klein rechnen (LOL), obwohl er auch bei der Ernte stets tatkräftig ins Horn blies. Fandel, der vergessene Sohn, hatte währenddessen still und heimlich eine Konkurrenzfarm aufgebaut und startete einen Preiskampf (LOL). "Bei mir bekommt ihr beim Kauf von 5 Melonen ein spaciges Quietsch-Badeentchen dazu!" Außerdem startete er "zahl Zwei - nimm Eine" und strich seine Farm ganz in den Farben des Regenbogens. Schwule aus aller Welt kamen deswegen und der Umsatz von Fandels Farm überstieg schon nach wenigen Semestern die kühnsten Spekulationen. "Platz 12 und 45 Punkte sind locker zu schaffen, aber nur wenn Lothars Melonen (wie immer) nach Italien verkauft werden. Das aber war schwer: Eine Kugelbahn in den Alpen verführte die Bande dazu, erst einmal die logistischen Probleme zu diskutieren. "Wenn wir also eine unterirdische Transportmannschaft aufstellen, sollten wir unsere Melonen von Palermo über Florenz, über Genua nach Monaco verschiffen. Dort verbuddeln wir sie dann in die aufgelockerten Müllberge der Fürstenfamilie, die so holde Fürsten hat." schlug Jaro vor. Alle schauten in ihre Geldbörse und mussten feststellen, dass mit lauter 1- und 2-Cent-Münzen der Bau sich etwas verzögern würde (LOL).


    Jarolim wollte auf dem Strich seine selbst gedrehten Videos anbieten, nur war die Auflösung echt mies: Man sah, wie er ohne Anlass zu Boden sank und dann kam lediglich ein Testbild. Die potentiellen Käufer waren alle Ü 30, deswegen stieg die Cheftunte Jarolim hinab, während Fandels Farm einen Zweitsitz in Kabul eröffnete. Die dortigen ökonomischen Rahmenbedingungen waren seiner Meinung nach prächtig und die Einheimischen besonders gutherzig: Wenn man Ihnen den nackten Arsch zeigte und Melonen zum Vorzugspreis anbot, dann gaben sie jedesmal Vollgas - so schnell konnte Jaro (der alte Stecher) nicht mal "Blowing in the wind" auf der Tuba spielen, wie die Afghanen Kippen drehten - denoch: Jaro ließ es auf einen Versuch ankommen. Mit einem Zahnstocher und dem Mut der Verzweiflung begann er erst stundenlang fein säuberlich die Tuba zu gravieren, um danach den Song im Nationalstadion von Kabul vor leeren Tribünen vorzustellen. Doch radikale Fundamental-Homosexuelle fanden Jaros Darbietung derart ergreifend vorgetragen, dass sie ihm auf der Stelle ein traditionelles afghanisches in Opium getränktes Waffeleisen verliehen (LOL). "Da musst Du aber vor dem ersten Gebrauch unbedingt die Schutzfolie abziehen!" erklärte der Chef der Cousine, während Jaro sich zusammen mit Lothar ein Schaumbad im Hindukusch ersponn. Die Opiumdämpfe kannte Jaro. Nun war es aber aller höchste Qualität. Olli wusste: Diese mal wird es ganz besonders, weil auch Jaro Entschlossenheit im Blick hatte. Entschlossen bis zum Äußersten zu gehen fing er an, langsam die Zunge in Richtung des Waffeleisens zu richten, vergaß dabei aber Olis Hochzeits- und Fandels Namenstag. Das Gejammer war kaum auszuhalten: Sie warfen ihm vor, nie interessiere er sich für Olli's Streicheleinheiten, nachmittags um Zwei. Jaro wars woschdd. Zielstrebig gestaltete er immer noch einen Plan für die teure Diva aus der Säbener Straße in München: Hoeneß . "Ich muss versuchen, Uli dazu zu bringen, Fandels Farm mit seinem Bratwurstvertrieb zu fusionieren", sagte er mit einem geheimnisvollen neuen Lover an seiner Seite. Interessanter Weise lautete dessen Rufname sehr seltsam.

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    "Da hast Du ja wieder für 2 Stunden die absolut richtige Strategie entwickelt!" ,meinte Olli. "Erst dem Neuen unser Umfeld schmackhaft machen und dann mit hartem/ zähen bzw. ungenießbaren Abendessen gefügig machen." Tatsächlich war dies seit einigen Monaten Jaro's neue Flirt-Methode, um seinen Marktwert zu überprüfen. So manchen Korb kaufte er schon am Strand von Norderney, nicht wissend, dass die Einnahmen an Fandel's Melonenfarmverwaltungszentrum den Umsatz von Microsoft um ein Vielfaches überstiegen.


    Weltherrschaftspläne konnte Jaro nun wieder vergessen. So übermächtig war nur Fandel mit seiner neuen Frau. Ja: Richtig gehört! Bei der Thailandrundreise mit em Verband deutscher Schiedsrichter lernte er beim Elefantenritt durch einen Hindernisparcours eine Dame kennen, die noch Jungfrau war. Sie trug nämlich ein Shirt, wo nichts draufstand. In einer engen Kurve saußte der Elefant gegen ihre Bambushütte und Fandel sah sich verpflichtet ihn zu bestrafen. Er zog schweres Geschütz auf: Insgesamt ein Dutzend 8cm-Granaten und ein paar Lieblingspflanzen des Elefanten. Dann begann er, die Granaten zielsicher in eben seinen Korb zu legen und ein neues Leben anzufangen.


    Von Montag bis Sonntag kümmerte er sich um seine neue Heimkinoanlage. Der Witz daran: Jeden Donnerstagabend kamen seine Schiedsrichterkollegen zur Inspektion seiner selbst auferlegten Fernseh-Askese vorbei. Einmal bemerkten sie dabei, dass entgegen der Vereinbarung (Paragraph 4 der Hausordnung - Unterpunkt c) Absatz 2): DVD-Filme mit einer Gesamtlaufzeit von 6 Stunden müssen zu Ende angeschaut oder umgetauscht werden) auch Schmuddel-Filme mit eigener Beteiligung sollten laut Fandel auf Film-Festspielen vorgeführt werden. Skeptisch war keiner, aber Lothar meinte, er würde ungerecht behandelt. Keine Frage, Lothar war wieder Single - kein Wunder: Niemand hatte Lust, seine Wäsche zu sortieren. Lothar - jeder wusste das - war ein Saubär. Nicht nur seine Wäsche war daher von ihm angewidert. Auf dem Film-Festival erschien die Bande vom FC Bayern und war der felsenfesten Überzeugung, dass Sie heuer hinter dem ruhmreichen FCN auf Platz 16 im Relegationsspiel gegen Kräuter Würg zusammen Teesorten aus dem Abendland verköstigen müssten. Mit Zucker und Holunder schmeckte es Uli aber überhaupt nicht. Seine Zeit als aktiver Teetester war halt schon seit dem Holzscheidlaskrieg von 1748 gewissermaßen eine Art "zweites Leben von Johannes Heesters". Wie auch Hoeneß, so fühlte sich auch Jaro: Immer und immer wieder sinnentleerter. Also fasste sich Jaro an’s Herz und begann umgehend die Sachen für eine Expedition nach Ísafjarðarbær zu packen.


    Dort wollte er erstmals den dort sehr bekannten Mount Snæfellsjökull besteigen, nur ohne Sherpa war das ein Himmelfahrtskommando! Also kam er nicht umhin, in einer unspektakulären Hafenbar auf Borgarbyggð Halt zu machen. Dort amüsierte er die Einheimischen mit verblüffenden Showeinlagen mit seiner Expeditionstruppe. Bockspringen und Jonglieren waren neben dem Thresen angesagt. Jaros Sakko war genau dasselbe, welches er schon bei der Reise nach Island trug. Auf dem Schiffsbug sang Jaro das "Seemannslied von Subway to Sally". Alles das war jetzt egal. Der Wirt sprach ein Machtwort: "Wenn ihr wirklich unseren Berg besteigen wollt, müsst ihr vorher mindestens drei Sherpas haben." Das Problem wurde allmählich nervig. Fridthjofr, Asgeirr und ein Esel namens Svanhildur waren schon am Gipfel ehe Jaro und Olli verinnerlicht hatten, dass sie es waren, die unbedingt Hilfe bräuchten. Jaro nämlich hatte seine Bergstiefel vergessen, Olli hatte nur ein T-Shirt an und beide hatten nicht den blassesten Schimmer, wie zur Hölle sie nach Island gekommen waren. Gedächtnisverlust! Ahnungslos und müde marschierten sie den Schafen hinterher, welche im Kreis liefen. Nach der sechsundzwanzigsten Runde hatte Jaro genug. Er beschloss umzukehren und plante, eine Metzgerei in Bláskógabyggð in einen zweiten Eyjafjallajökull zu verwandeln! Mit 300l Benzin im Gepäck und der letzten Leberkässemmel Südbayerns murmelte er entschlossen: "Ich lass es lieber!".


    Olli schaute mit festem Blick voraus und war stolz darauf, dass seine Erektion schon über zwei Minuten anhielt. Das hatte auch die "Samtökin '78"-Vereinigung mitbekommen. Kurzerhand sollte Olli da der neue Vorstandsvorsitzende werden. Die isländische Mentalität dieser weltbekannten Gruppe setzte aber einen schwierigen Test voraus: Fingerhakeln und Maßkrugstemmen erinnerten Olli an seine Zeit als Thekenschlampe in Marseille. Damals war er für alle Matrosen eine Art Liebesspender, deswegen tat er sich nun schwer mit der maskulinen Aufnahmeprüfung. Siebzehn Mal brach er ab, ehe er scharsinnig feststellte, dass seine Gegner lieber Jaro beim Schlafen zusahen. Zwei Isländer holten sogar eine Videokamera aus Jaros Jacket und sichteten die Inhalte: z.B. Jaro beim Geldautomaten in einer Tiefgarage, Jaro im Eisberg-Kostüm im Jahre 1912, Jaro und und Olli in der Sauna beim "Schiffe versenken" spielen, Jaro auf dem Gipfel des Nanga Parbat. Diese Szene spielten sie mehrmals ab, denn man sah hier besonders eindrucksvoll, wie unnachahmlich und authentisch Olli die Regenbogenflagge aus Jaros Bergsteigertasche zog und dieser selbst versuchte, nur mit der Flagge bekleidet einen Handstand neben dem Gipfelkreuz zu machen. Die schwulen Isländer waren total gutaussehend und Jaro erwachte. Diese Chance ihr Idol nun hautnah zu spühren verpuffte, da der Defensiv-Spezialist zum Essen beim Bürgermeister von Breiðdalur eine Rede über sich halten sollte. "Äääähm, ja, hallo, ich muss weg!" Und so kam es, dass die Zeitungen titelten: "Schwerer Schaden wegen Homophobie des im bunten Seidentuch bekleideten Bürgermeisters". Olli witterte Diskriminierung. Ein Anruf bei dem Amt für Vulkan-Aschenbeseitigung brachte erfreulicherweise die Nachricht, man müsse noch eine Weile auf der faulen Haut liegen, dann würden die Feinde der beiden Abenteurer von selbst schweigen. Dennoch fühlte Jaro den gewissen Reiz des Unbekannten. Das lustvolle Karma , dass Olli spürte, ließ ihn zwar kalt, aber der mystische isländische Schnee wärmte Olli's Seele. Mit Renntieren und Lümmeltüten gallopierten die Verliebten durch ganz Island, um eine Fähre in Richtung des Ehehafens zu erwischen. Leider war Lothar Matthäus momentan arbeitslos. Daher wussten die Liebenden: Immer wenn sie an ihn denken, wird ihnen schlecht.


    Die ARGE verweigerte Lothar die Arbeit für gewisse 1€-Jobs - Lothar stand vor dem Wüstenkampfpanzer T-62 im Sudan und erkannte, er hat kein bisschen Grund, hier Rabbatz zu machen. Das nötige Kleingeld für Knüppel und Reizgas hatte er in seiner Unterkunft vergessen. Deswegen versuchte er mit Schere und Uhu einen Papierflieger zu basteln, um bei der Weltmeisterschaft im Formations-Schwimmen auf sein Leid zurückgreifen zu können. Schwimmen konnte er nämlich seit dem Bett-Unfall mit Jaro, bei dem er ins Gräberle auf und abtauchte. Dabei wurde sein Gleichgewichtssinn empfindlich und nachhaltig geprägt und gezielt verbessert. Lothar war nun nicht aus der Balance zu bringen. Selbst wenn Jaro sich umdrehen würde, Lothar würde sich nicht aus der Ruhe bringen lassen! Die Froschbewegungen verliehen ihm zusätzliche Sicherheit. Grün war sowieso Lothar's Passion. Sein Wintergarten fiel vor allem aufgrund der dschungelartigen Hängepflanzen auf. Gerne amüsierte er sich nackt im Gartenteich, wo viele Zierkarpfen an seinem harten Aal knabberten und eine Zeit bescheeretn, die Lothar als Massenbesamung bezeichnete. Leider mutierten die Fische. Die Welt war in Lothar's Wintergarten eine andere, als Fandel kam, um nach dem Rechten zu sehen: "Lothar, du lässt ja alles vertrocknen und Dein Wäschekorb quillt über." Tatkräftig machte Herbert Lothar's Wintergarten zu und ging in den Keller. Dort spielte er erstmal mit der Hobbyeisenbahn , einem Sammlerstück von 1932. Das Besondere daran : Sie fuhr gar nicht mehr! Stattdessen schob er die Lok durch den Raum und rief: "Warum steht die Mauer nicht mehr? Der Schall war zwar nicht zu hören, aber die Todesschreie der Ratte, die Fandel am offenen Feuer grillte, waren nicht mehr zu hören, denn Lothar verspeißte sie fast roh. Auch die Marshmallows, die gegrillt wurden, waren Fandel's Mitbringsel.


    Jaro und Olli zankten sich darum, wer denn nun beim Gipfelsturm des Macchu Pichu teilnehmen würde und einigten sich darauf, gemeinsam und nackt zu raufen. Wild, extatisch und verbissen blickte Jaro obendrein, als Oli ihn voll auf die zwölf drosch. Der Jaro war dann sauer und schnitzte erstmal aus Holz eine Oli-Karrikatur mit viel zu kleinem Hosenbein…"Hochwasserhosen… OMG" dachte Oli, der seit Jahrzehnten freier Redakteur bei der allgemeinen freien Zeitung für Freiheit der Freigeistigen war. Als solcher Freigeist schrieb er viel über die freie Fahrt in der Achterbahn, die er einmal volltrunken betrat. Dass war das intensivste Erlebnis seiner Karriere. Wie immer wischte er sich den Mund ab und ging in den ersten Wagen. Die Freikarte hatte er wie immer vom zuständigen Reperaturstechniker, den er am Vorabend in der „Blue Olster“ Bar kennenlernte. Mit seinem extravaganten Schraubenzieher wusste er stets gut auszusehen. Diese und andere Details interessierten Olli bei seiner Achterbahnfahrt kaum, denn er war der wahre Angsthase, während des Doppelloopings griff er sich in den Schritt, doch da war schon oben unten und unten war oben. Jaro guckte von unten zu und musste zu seinem entsetzten scheißen. Dabei hätte er gerne gesehen, wie Olli seinen Bananenmilchshake während der Fahrt seinem Sitznachbarn andreht. Stattdessen rief er Lothar an, der am bulgarischen Goldstrand auf Brautschau war: "Ich muss wieder hetero werden!", flüsterte Lothar Jaro ins Ohr und phantasierte von prallen Melonen, die er am Strand verdrückte. "Keine Angst Lothar, das geht vorbei. Das kenn ich nur zu gut! Letztens, nach einem Spiel hatte ich auch keine Lust auf ein Interview mit einer scharfen Blondine! Ich bin so durchweg schwul, dass ich Dir sicher sagen kann, sie hat mich mit ihren Brüsten belästigt und mit ihrem Gelabere sowieso." Lothar tat so, als wäre das doch überhaupt selbstverständlich und legte auf. Diese Stunde war praktisch eine verlorene. Inzwischen stieg Olli aus der Achterbahn aus und wollte ein Haustier kaufen gehen.


    Im ZooDehner ging er direkt in die Unterwasserabteilung und erkundigte sich nach der artgerechten Haltung von Delfinen. Danach ging er zu seiner eigentlichen Lieblingsverkäuferin, bestellte ein 4 Millionen-Liter-Becken und kleine Babyhaifische. Außerdem in der Schlangenabteilung, die giftigsten ringellosen Ringelnattern und zwei Pfund Hasenstreu. "Was hatte er nur vor?", fragte sich der Marktleiter und observierte Olli, der sich auf einem Tisch stehend über die langsamen Schildkröten lustig machte. "Als ich noch Torwart war , da habe ich im Schuh immer Socken angehabt. Und an den Händen Handschuhe!", merkte er mit Stolz an. Seine weiteren Ausführungen drehten sich um Schienbeinschoner, die er fast nie gewaschen hat. "Glück auf, Kollege!" , rief der ins Geschäft spazierende Hansi Hinterseer als er gerade Olli‘s Lernunterlagen vorbeibrachte und ihn ermutigte von den anstehenden Prüfungen zurückzutreten. „Nein !“ , dachte sich Olli, der Hansi hat immer gesagt, man müsse so etwas schleifen lassen. Ein Studium sollte grundsätzlich der Elite vorbehalten sein! Daher wandte er sich ab und genehmigte sich einen Penninger Blutwurz.


    Das Getränk kannte Lothar noch aus den Besuchen in der Oberpfalz, aus dem kleinen Dorf Iber wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Dort hatte Lothar eine Jagdhütte und verbrachte vor allem im Oktober seine Zeit damit, Bäume zu fotographieren. Tiere gab's keine. Dennoch sinierte Lothar oft in seiner Hütte was passieren würde, wenn beispielsweise ein Biber oder ein Waschbär in der Nähe seiner Jagdstube langsam durchs Unterholz laufen würde. Diese Gedanken wärmten sein Herz, als plötzlich ein lauter Knall die Ruhe zerstörte. Es war eine aufgeblasene Papiertüte, die jemand platzen hat lassen und ins offene Feld links neben der Jagdhütte warf. Lothar wusste über die jetztige Wildschweinplage Bescheid, deswegen schützte er sich und seine Hütte: Mit Napalm gefüllt und die Hand vorm Zippo - so stand Lothar vor seiner Hütte, wohlwissend was ihn erwarten würde , dennoch fragte er nach einer Zigarette. Er hatte zwar schon zwei infantile Blondinen zum Frühstück eingeladen - dennoch: Nur eine Zigarette war ihm zu wenig, deswegen beraubte er die Natur und ging hinters Jagdhaus und schiffte neben die Regentonne. Diese war einst ein Mitbringsel des eitlen Vorpächters des Jagdquartiers. Auf dessen Begräbnis trug er nun als Gegenleistung einen Strauß und schaute zerknittert auf eine andere Regentonne. "Danke, dass du mir ein schöneres Modell vermachtest." , stammelte er und strahlte vor Glück. Auf dem Feld sah er den Geist des Vorpächters gen Himmel aufsteigen, was ihn sehr verwirrte und aggressiv machte. Doch er besinnte sich auf ein paar Kästen Löschzwerge und rief Jaro an: "Du, hast du nicht Bock nach Iber zu kommen, um mir zu helfen, darüber hinwegzukommen, dass ich hier vereinsame?!". Jaro überlegte und sagte zu. Mit einem Schießgewehr und einer Buddel voll Rum machte er sich ernste Hoffnungen, Lothar zu zwingen, an seinem Fahrrad herum zu schrauben. "Bist du damit gegen einen Baum gefahren?" wunderte sich der Weltfussballer a.D. "Nein, ich war damit auf einem sehr bekannten Techno-Festival." Das Fahrrad diente dort als Techno-Truck und war aufgrund eines Subwoofers völlig das Objekt der Begierde. Jaro traf dort nicht einen einzigen attraktiven Tänzer. Geknickt nahm er beide Hände nach oben und versuchte selber einer zu sein. Eine Massenpanik war die Folge. Jaro wusste überhaupt nicht, wer schuld war. Dabei war sonnenklar: Es konnte ja nur Dieter Hallerforden beurteilen, warum Jaro mit seinem Techno-Dance einfach keine zuckersüßen Tänzer beeindrucken kann. Nun aber war Jaro bei Lothar und drückte ihm direkt seine Buddel in die Hand. "Trink Zielwasser." Er nahm einen Schluck Havanna Club und entriss Jaro das Radio: Dort lief "Mr. Vain". Er war halt immer etwas ungestüm. Die Rehe waren verschreckt und Lothar sauer: "Jaro, versuch mal, mich zu besänftigen." "Nein. Immer muss ich alles machen! Reparier dein blödes Gehirn. Mir langts." Der Hochsitz war selten besetzt, deswegen arrangierte Lothar sich mit den Einwohnern des Dörfchens Iber, dass sie eigentlich sonst verabscheuten. Ein offizieller Wettkampf namens "Hau den Jaro" wurde ausgerichtet. Ziel war es Jaro in 5 ausgewählten Örtlichkeiten anzuhaun. Ort No1: Ibers Pilzstube. Ort No2: Ibers Rotlichtbezirk. Ort No3: Ibers U-Bahn-Hauptbahnhof. Ort No4 : Ibers Dorfkirche! Ort No5 war schwer zu finden: Es handelte sich um Plerchis Gehöft, dass bekannt für die ein oder andere Ausrichtung von Agrar-Geräte-Versteigerungen war. Ein 540PS-Traktor war Lothar's Begierde, ehe ein viereckiger Weißbierbaron kam und den Wettberweb eröffnete. Jaro hatte jede Menge Geld dabei, fragte aber: "Für 10 Euro soll ich den Teilnehmern jetzt also einen Blasen oder was?" "Nein" , erwiderte Lothar und fügte hinzu: "Warum musst du eigentlich immer Deine Tuba einseifen während du mit mir "Mäxchen" spielst?". Die Versteigerung von der Tuba dachte Jaro, die ist wichtig. Doch was sollte dann nur der arme Olli denken, wenn Jaro seine Lieblingstuba für Plerchis Auktion hergibt? Tatsächlich war das aber so von vorne bis hinten geplant. Mit dieser Aktion sollte der Welt gezeigt werden, dass die Bereitschaft, Geschenke oder Spenden an fremden Personen durchzuführen auch in soziologischer Hinsicht in den vergangenen zwanzig Jahrenn ur mit Eifersucht bewältigt werden kann. Als nächstes plädierte Jaro dafür, einen "Nobelpreis für Soziologie" auszurufen, aber Plerchi und seine Bande verschwanden - gelangweilt von Wissenschaft. Professor Jarolim setzte noch einen drauf: Ein Bericht über die Diskriminierung der Homosexuellen in seiner teschechischen Heimat offenbarte, dass Jaro anscheinend nicht der einzige war, der die deutsche Rechtschreibung nicht beherrschte. Lothar fing spontan an, zu applaudieren, Jaro beschloss Friseur zu werden, da in dieser Branche die meisten braunäugigen Männer arbeiten.


    Nur Schwule und alle bereit für ne schnelle Nummer. Also machte sich Jaro auf Richtung Berufsschule, um den Grundkurs in Rechnungswesen zu belegen. Ein wichtiger Bestandteil der Frisörlehre. Mit seinem Banknachbarn - einem zierlichen 17-Jährigen - kam er in ein mehr als zwielichtiges gespräch: "Du Achmet, lach net!". Jaro hatte gerade keine Lust auf Scherze da der Unterricht äußerst wichtig für Jaro war. Aber Achmet, ein besonders tuckiger Nachwuchsfriseur, wollte unbedingt seinen Lieblingswitz loswerden. Nur Jaro dachte an die maskulinen Hände des Lehrers. Diese beschrieben gerade die Tafel am anderen Ende des Unterrichtssaals. Sanft und äußerst gefühlvoll führte Lehrer Lämpel die Kreide über die Tafel. Jaro bekam schon feuchte Träume, dann stupste er sein Tintenfass absichtlich zu Boden. "Haaaach, sowas blödes aber auch, jetzt muss ich auf Kloooo und Putzzeug holen." Er stolperte dabei über einen Rucksack, der voller war als Waldemar Hartmann und störte das Unterichtskonzept gravierend. "Herr Jarolim, wenn Sie mir bitte ins Lehrerzimmer folgen würden.", meinte der Lehrer. "Herr Jarolim" sagte Lämpel " Achmet hat mir alles über ihre und Plerchis Versteigerungsaktion erzählt und das war langweilig. Kommen Sie jetzt." Jaro kam, während er mosernd in der Nase bohrte. Inzwischen sammelte Olli Erfahrung beim Massieren der Haarwurzeln. Als Jaro im Flur vorbeischlurfte wollte er sich auch mal beweißen: Er nahm Anlauf und lief mit voller Hose gegen das Waschbecken. Das Rasierzeug fiel unglücklich an die Hose und sofort war Frieseurmeister Sergej (ausgesprochen "sehrgay") damit beschäftigt, die ganze Sauerei bestmöglich zu vertuschen. Olli machte langsam Fortschritte, er konnte sogar schon eine Schere halten, was für einen Friseur eine beachtliche Leistung war. Sein eigener Friseursalon sollte einmal mehr als 400 Euro im Monat einbringen. Eine wahrhaft tolle unzusammenhangslose Eingebung dachte Olli, der nicht wusste, dass die Monatsverdienste schon mit dem Trinkgeld einkalkuliert wurden. Nach der Abschlussprüfung, die Jarolim nicht bestanden hatte, widmete er sich wieder seiner Tuba. Diese sollte ja nach wie vor verschrottet werden ,aber egal: Olli hatte die Prüfung als Frieseurmeister und Lastwagenfahrer bestanden. Nun musste er nur einen geeigneten Standort für eine gelungene Kombination der beiden finden. "Olli's Probleme möcht ich nicht haben." murmelte Fandel, der sich momentan als stiller Beobachter dafür einsetzte, den fast toten Vulkanismus in Neapel zu dokumentieren.


    Schweigend fotografierte er die Felsen und phantasierte über die Liebesstellungen der Wandmalerei in Pompeji. Bedächtigt bestieg er ein Fahrrad und radelte den erloschenen Vulkan hinab. "Seltsam" dachte er "Ich bin so gut, ich könnte bei der Tour de roule bergab gut den 60.Platz belegen." Seine Fähigkeit, den Lenker zu halten verblüffte. Seine Waden waren vom vielen Fieber in den letzten Wochen noch mit Trainingsrückstand belastet. Aber Fandel war Willens, nun doch seine Pläne für die Fertigstellung des Bildbandes "Vesuv - Schicksalsberg der Radfahrer" dem Stadtplanungsamt vorzulegen. Schweigend öffnete er Seite für Seite, um eine Abschlusskontrolle vorzunehmen. Alles war in seinen Augen vollkommen korrekt angelegt. Lediglich Bild No. 16 war etwas von Kaffeeflecken und Kuchenkrümeln verunstaltet. "Macht nichts, ist ja nur ein Musterexemplar", dachte sich Fandel und bekrümelte auch noch Seite 27 und 32. "Jetzt aber nichts wie los", murmelte er und fuhr per Anhalter zur Bimmelbahn, die schon echt abgeranzt aussah - also schnappte er sein Fahrrad und strampelte direkt zum Münchner Zoo, um sich die nackten Füße im Eisbärenpool zu waschen. Fandel wollte dort außerdem schweigend auf das Schicksal der Bambussträuche blicken, die mit hängenden Blüten daran erinnerten, dass er mal im südöstlichen Kambodscha den Durchbruch geschafft hatte.


    Damals Insektenbeobachter" durch den Urwald - Nichtsahnend, dass er dort Lothar verwundet durch eine schlimme Orgie mit Eingeborenen antreffen würde. Lothar liebte diese spontanen Abenteuer, aus diesem Grund war eben hier und nicht zuhaus. Dennoch fragte er sich manchmal , wäre es nicht besser gewesen seine Homosexualität an die ganz große Glocke zu hängen?!? Er war halt immer etwas vorsichtig, mit etwas mehr als der ganzen Wahrheit herauszurücken. Im Profi-Fussbal war Lothar zwar nur noch bedingt, jedoch reifte in seinem Kopf der Wunsch, nach und nach eine Homosexuellen-Community zu gründen. Und zwar sofort. Natürlich sollte es ein eingeschriebener Vortest ermöglichen, die Auslese der in Frage kommenden Kicker zu erleichtern. Grübelnd bohrte er in der Nase, ehe Fandel schweigend einen Zettel mit 4 Bedingungen vorlaß: "1. Jeder Täuschungsversuch (d.h. insbesondere das Einnehmen eines nicht uns bekannten Sitzplatzes) ist untersagt. 2. David Jarolim muss unablässig bei jedem neuen Mitglied die Tubafähigkeiten überprüfen. 3. Die Toiletten sind im Keller. 4. Ich bin für die Hausarbeiten zuständig!". Jaro und Olli waren gerade aus ihrem Friseursalon gefeuert worden, als sie die Nachricht bekamen, sie müssten auch mal für die Kunden da sein. Immer nämlich streichelten sie sich gegenseitig die Brust, wenn sie sich zeigen wollten, wie sehr sie sich für die Arbeit interessierten. Gar nicht. Daher ging‘s nun auch in selbstloser Absicht zu lernen, wie man anderen hilft. Helfen wollten sie z.B. anderen Homosexuellen, die nicht wussten, warum sie so orientiert waren. "Genetischer Fehler kann's keiner sein!", meinte Olli während er wusste, dass die Wahrheit in Jaro's Buch "Verführung in die Homosexualität" nachzulesen war.
     
    Dieses Machwerk schlechten Geschmacks hatte Jaro in seiner Zeit beim Bund, wo er immer bester Schütze war, geschrieben. Sein aller ersten Tag verbrachte er damals weinend in der Offiziersstube. Man muss wissen, dass Jaro dort sehr beliebt war. Beim Zimmer putzen spielte er immer lieber Hakki-Sack. Das sahen die Offiziere immer äußerst skeptisch. Seine Verrenkungen gefährdeten auch seine 2 Haustiere, die unter dem Bett ein tristes Dasein in einem Schuhkarton fristeten. . Auch in der Freiluftschießanlage hatte Jaro keinen Gedanken an sie verschwendet. Es geschah, was geschen musste: Olli musste als "personal trainer" arrangiert werden, ansonsten würde es Jaro nie auch die Reihe bekommen, einerseits konnten sie zusammen die Gewehre einölen, andererseits beeindruckten sie die Kompanie mit ihrem eigenen "Kriegs-Haka" (ähnlich der neuseeländischen Konvention zur Achtung der Menschenrechte). Bald war auch ein 1-Stündiger Lauf angesagt, den beide schwänzten. Heimlich betraten sie ein abgestelltes Flugzeug, um darin einen kleinen, aber feinen und ebenso hingebungsvollen wie heißblütigen Gartensalat anzurichten. Essig, Salz und zwei Stamperl Penninger Blutwurz ergaben Jaro's "würzige Herbstblätterkreation". Den Namen patentierte zwar das Frauenhoferinstitut, aber Jaro war`s egal: Mit einem Grinsen im Gesicht verpflichtete er sich daher für weitere 15 Jahre. "Bis dahin müsste ich meine Kochlehre angetreten haben. Allerdings wusste er damals noch nicht, dass Klaus Augenthaler ihm ein paar Weizenkörner unter den Orangensaft gemischt hatte. Ein knarzender Biss - sein linker Backenzahn hing seit seinem 10 Geburtstag an einer Kette, um möglichen Feinden sofort zu signalisieren: Hier habe ich einen Zahn!


    Mittlerweile hatte Fandel sein Ziel erreicht: Schweigend alle Schweigemotive zu beherrschen. Es ging sogar so leise zu, das Fandel verwundert murmelte: "Jeden Tag lege ich ab sofort ein Schweigegelübde ab. Diese Ruhe habe ich seit meiner Pilgerwanderung nach Boxdorf nicht mehr erlebt." Hier irrte er allerdings: Denn damals brauchte er sage und schreibe zwei Paar Oropax, um den Verkehrslärm zu meiden. Dumm nur, dass er sich daran falsch erinnerte. Heute jedenfalls leugnete er, dass er eine zuckersüße Gedächtnisstärung hatte. Selbst seine langjährige Therapie bei einem dänischen Bettenlager hatte er vergessen. Das ließ den alten Fandel aber kalt - schließlich hatte er auch all eine Exzesse in ein Buch namens "Sebastian" geschrieben. Sebastian war von so manchem Christopher Street Day Besuch mit Heribert (einem alten Schulfreund Fandels) gefüllt.


    David Jarolim beschäftigte der Zeit weiterhin das Problem seines inkompetenten Lebensgefährten: Kein einziger Tscheche wollte mit Jaro`s Schicksal tauschen. Selbst der Präsident der Vereinigten Gesellschaft für Homosexuelle Gleichstellung wusste, dass der arme katholische Priester dem er vorhin mit einer Saxophongala richtig heiß machte, keinen Plan hatte. Plötzlich verdunkelte sich der Raum, in dem Jaro schon die Beleuchtung geprüft hatte. Offensichtlich waren ein paar Lampen kaputt. Dies behauptete zumindest Olli, der mit Jaros Gewissenhaftigkeit haderte. Ein Elektriker wurde sogar gefeuert, obwohl Jaro die Schuld bei sich selber sah. Der Raum war von überschaubarer Größe. Trotzdem hatte der Tschechische Abwehrspezialist die Abstellkammer bevorzugt, um Glühlampen für ermittelte Störfälle zu lagern. Diesmal verspekulierte sich Jaro aber und traf in der Abstellkammer auf einen großen und langen Baseballschläger. Außerdem die gesamte Ausrüstung des gekündigten Elektrikers: Widerstände, LEDs, Playboyheftchen, Anleitungen für den Wechsel einer Glühbirne sowie sieben Maß Bier, die er innerhalb eines Jahres immer aufteilte. So sah Jaro seine Pflicht darin, dafür zu sorgen, den Raum umzugestalten. Geplant war dafür auf Loddars Qualifikationen zurückzugreifen. Zwei Zentner vom besten Tapetenleim brachte er direkt mit. Weitere zwölf Zentner kaufte er teuer ein, um sie dann mit sackweise Sägemehl zu einer Mischung à lá Press-Span zusammenzurühren. "Dieser unverbesserliche Trottel. Er wird immer und immer wieder sinnlosen Scheiß machen." seufzte Jaro. Womit Jaro im Unrecht war: Olli war so gut, dass eine Baufirma pleite ging und zwei weitere Raumausstatter hoffnungslos kapitulierten. Alles in einem war Lothar voller Tatendrang. Der Fußboden sollte zwar parkettiert werden, aber die Kassenlage erlaubte nur PVC. Auch beim Metzger bestellte Olli in der Mittagspause nur gekochte Schlachtabfälle. Dieses Mittagsmahl ergab gemischt mit speziellen Getränken aus der naheliegenden NORMA nicht gerade das, was sich der normale Handwerker unter einer schattigen Eiche einverleiben würde. Dennoch: Sparzwänge waren schon damals, bei Olli's Versuch den Haushalt vom FC pinkrosaMünchen zu dokumentieren gescheitert. Er fand das nie so schlimm. Doch diesmal war Uli schon rot, als der Schuldenberater offen zugab "Das Staubsaugen war bereits enorm teuer!". Uli fragte nach, ob man nicht irgendwie Insolvenz beantragen könnte und Olli wollte sich ins Ausland absetzen. "Warum in aller Welt möchtest du in die Ferne schweifen, wenn das Konzept - bestehend aus gnadenloser Sparwut - so absolut überzeugend abläuft wie bei Schalke 04?!".


    Olli setzte sich hin und setzte seine Fackelmann Kappe genau auf den blonden Kopf. Das tat er oft, wenn er sich in seiner Umgebung aus purer Unsicherheit zur Gänze nicht auffallen wollte. Einmal, im deutschen Bundestag, war es wieder einmal so um ihn geschehen, dass er vor Scham im Boden versank: Sein Bein traf dabei den vor ihm sitzenden Abgeordneten, der schreckhaft seine Hand hob, als Mario Gomez in den Raum trat. Dieser wertete das Handzeichen als Zustimmung zur aktuellen Teilnahmequalifikation des berühmt berüchtigten Bundestages. Aus seiner Hosentasche fielen Skizzen einer Zeichnung von David Jarolim. Darauf hatte dieser seinen Traum vom Zwetschgenpflücker für Profis gemalt. Geschickt hatte er mit Bleistift und Zirkel Kreise für die Sonne und die Wolken gemalt. Der Hintergrund umschließt eine interessante Statue, die mit gekonnten Strichen eine Bananenstaude in Nicaragua darstellte. "Fantastisch" ,titelte die New York Times. In Manhattans Künstlerszene spuckte man vor Freude auf ein schwarzes Blatt Papier und schenkt e dieses dem neuen Meister. Jaros Bekanntheit stagnierte, aber Olli und Lothar schrieben sich für die Kunsthochschule in Nürnberg ein. "Gestaltung und Geschicklichkeit" war Montags von 08:00 Uhr bis so um 9:00 eines der Seminare, das Oli regelmäßig schwänzte. Auch in "Stahl schmieden" war er selten - obwohl hier der prozentuale Anteil von Gleichgesinnten bei 57% lag. Sein Referat am kommenden Mittwoch ließ er dennoch von Jaro ausarbeiten. Faul wie er war, übergab er auch sein Schicksal in dessen Hände. Seine Freigeistigkeit kannte keine Grenzen: So verwechselte Jaro eines Morgens den Bus zur Uni. Des Weiteren pöbelte Jaro in der Vorlesung "Wenn ihr was drauf hättet, würdet ihr auch mal den Bus verwechseln, denn ich, ja ich bin so richtig wie ein 1+1=2 und 2+2=4." Keck zwinkerte der Tscheche, als er verweigerte die Tafel sauber zu machen. Oli wollte - trotz miserabler Noten den Co. Professor bitten, seine Doktorarbeit zu betreuen. Dankend lehnte dieser zu klein geratene Mann erst einmal sein Schulter an die Mauer und holte einen Eimer Farbe aus der Hosentasche. "Jetzt machen wir learning by doing!". Jaro learnte schnell, Olli hatte so ein paar Wehwehchen, wie z.B.: Hodenkrebs. "Nicht weiter der Rede Wert!", erklärte er und presste seine Lippen zusammen, weil er gerade an einem ziemlich sauren Früchtchen geschleckt hatte. Nach 2 Monaten Vorlesungszeit hatte Olis Tumor eine stattliche Größe erreicht. Deswegen musste Oli überhaupt nicht an den Bankreihen Platz nehmen. Bequem konnte er liegen: Man brachte ihm u.a. die stabile Seitenlage bei. "Perfekt! So werde ich auch am Spielfeldrand coachen, falls ich nicht schnell wieder gesund werde." Lothar backte nun sogar morgens Knäckebrot, damit Olli jeden Tag eine Mahlzeit in der Uni genießen konnte. Denn die Mensa wurde umgebaut - in eine Hochschulskapelle. Darauf freute sich Jaro schon seit dem Ersten Tag des Monats. Aufgrund der sexuelle Eskapaden mit gleichgesinnten Studenten verbot sich Jarolim selbst, das neue Haus zu fotographieren. Stattdessen beschäftigte ihn Ollis verschlechterter alkoholischer Pegel: Olli kippte sein bisheriges Leben hinter sich und blickte in die leeren Bierdosen, die zu Hause lagen. "Wenn ich die abgebe, kann ich mir ein schönes Leberkäsweggla kaufen." Ganz allgemein machte ihm das Pfandgut-Sammeln große Freude.


    Überall, v.a. bei Heimspielen des FC Bayern spähte er vor dem Schlauchboot nach allem verwertbaren. Seinen Stammplatz neben den bekannten Weisswurstbuden verteidigte hingebungsvoll er gegen andere Szenebekannte. U.a. waren am Start ein Flaschensammler aus München (Bogenhausen) und ein zwielichtiger ehemaliger Graf, der sein ganzes Geld (ZweiEuroFuffzich) in einer Alditüte trug. Olis Ziel war es, einige Runden ums Stadion zu joggen, um damit zu zeigen, wie fit er noch sein kann, wenn er wie immer ein paar Typen vernascht hat. 2 Runden in strömenden Regen kühlten sein Oettinger Radler gar nicht so gravierend herunter. Daher schwitzte er bei Runde 2,5 umso mehr, als er sah, wie das Thermometer stieg. Kein Wunder: Im Panda Kostüm war es auch sehr stickig. Seine Zunge war besonders trocken. Klarer Fall von Überheblichkeit. "Ich habe dir doch gesagt: lauf schneller." Selbstgespräche beim Laufen führte Olli bereits seit einsamen Aufwärmsprints im Sechzehner. Das eine Mal war dort ein Mikro aufgebaut und man konnte "Schalalalalalala" hinsingen. Viele bewarfen ihn bekannterweiße mit zusammengeknüllten Textblättern, als Ollis Stimme immer und immer wieder versagte. Beim Pausentee tunkte Olli ordentlich Honig in seine Milch und begann seine Stimme zu schonen. In den Katakomben warteten bereits zahlreich erschienene Gespenster und Kobolde, die unruhig und nervös durch den Gang hopsten. Es waren tumultartige Szenen, die sich abspielten, als Olli verweigerte wieder rauzugehen. Ein eiskalter Wind wehte und das Tor war immer noch leer. Wir befanden uns gerade an einer entscheidenden Wendung der endlosen Geschichte: Ist Olli zurück auf's Spielfeld gegangen oder befolgte er Jaros Ratschlag, dick im Spielertunnel attraktiv auf die Schiedsrichter zu wirken? Jarolim, der - ganz in weiss - aufgrund des Wälzens im Schnee - eine Tüte mit Lakritzbonbons gefunden hatte, ließ Olli mit seiner Entscheidung ganz viel Zeit. Die Stimme des Stadionsprechers trieb Olli wieder auf Betriebstemperatur und wünschte noch einen guten Tag. Olli sprintete sofort und ohne Gegenwehr auf die Hauptribüne, riss zwei Sitzschalen entzwei, bespuckte mehrere Zuschauer und verpasste Fandel einen Ellbogencheck. Siebenundzwanzigmal ging's gut, beim Achtundzwanzigsten Mal fiel das 1:0 für Nürnberg. Olli war immer noch mit den Müllsammlern vor lauter Anfeuerungsrufen außer Atem. Der Torschütze hatte keine Ahnung, dass Olli vor Freude weinte. Immer wenn Olli weinte gab‘s die drei im Weggla für nur 2,99 anstatt 3,49. Daher simulierte Olli oft. Diesmal flog's wieder einmal auf. Also: Beine in die Hand und ins Sauere beißen! Er nahm's wörtlich und versuchte im Schneidersitz eine Kiwi zu schälen. Gelang ihm zwar, dass Messer richtig zu halten, so scheiterte er aber am Kern der Kiwi. Deswegen weinte er nun wirklich.


    Die Schlange am Kochtopf vom Jaro war noch lebendig, er schnitt ihr also den Kopf ab. Bratwürste und Schweinemett sollten Jaro's Dinner werden. Außerdem war er mittlerweile zusammen mit Lothar Matthäus bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert, um hier dicke Schläuche auf dem Rücken tragen zu können. Bei einem Einsatz in Manhattan, so schwor er, würde er sofort und unter allen Umständen sogar zwei auf einmal tragen. Als es ein paar Notrufe aus Worzeldorf gab, wusste er, hier würde ein Einfamilienhaus brennen. Sofort übermannte ihn die Angst. Zitternd kaute er an seinen Fingernägeln, ehe bemerkte, dass sein aktueller Nagellack (Farbe: Schwarz) gar nicht mehr so im Trend lag. Beschämt versteckte er seine Nägel in speziell angefertigten Fingernagelhandschuhen, die er in Kitzbühel erstanden hatte. Auf seinen Handschuhen war übrigens die Aufschrift "Dampfplauderer" eingestickt. Seine Karriere als Feuerwehrmann wurde an einem Sonntag Morgen zur Probe gestellt: Fandel hatte einen schrecklichen Brand. Jaro wusste genau, dass Herbert in der Nacht zuvor einen Vertag, der die Kooperation mit patriotischen serbischen Hooligans beim Finale des Pegnitz-Cups besagt, unterzeichnet hatte. Die Serben tranken ziemlich viel Sekt. Fandel dachte, es wäre sicherlich auch etwas für ihn da, aber Irrtum. Nun - Jaro jedenfalls war bereit für den harten Einsatz: Bewaffnet mit einem Laserschwert von ToysRUs und zwei Wasserspritzpistolen kletterte er einen nahestehenden Brunnen hinab. Er fand einen Frosch im Brunnen und vergaß seine Pflichten an der Oberfläche. Lothar stürmte in (als Tornado verkleidet) New Orleans. Alle Menschen hofften er wäre nur Stärke 1, aber Lothar machte seine Sache ausnahmsweise mal richtig gut. Fast nichts ließ er die Einheimischen über die Gründe seines Treibens wissen. Nur Jaro hatte übrigens im Brunnen einen sicheren Unterschlupf. Da fühlte er sich irgendwie wohl. Des Weiteren erwischte es Olli hingegen ziemlich heftig. Beim Freiluftschwimmen ergriffen ihn Lothars Luftverwirbelungen und Olli landete mit Wucht auf den Zähnen. Die Lage verschlimmerte sich dramatisch, als ein Baumstamm auf Ollis Brustkorb fiel. Am Boden liegend beobachtete er die Wölkchen seiner letzten Atemzüge. Dann fiel er ins künstliche (d.h. simulierte) Schmerzdellirium. Er wollte halt mal was ausprobieren. In der Zwischenzeit bohrte Jaro im Brunnen nach tieferem Wasser und fand dabei Sand. Sehr viel Sand. Immer mehr Sand. Tonnen von Sand. Aber dann – plötzlich hatte er keine Lust, weiter zu graben. Nach oben wurde es aber auch gefährlich. Der Brunnenschacht drohte einzustürzen, Jaro packte ein Sandwich genüsslich aus. Er wurde verschüttet. Alles wirkte dunkel. In seiner neuen Umgebung hatte er die Eingebung zu einer neuen Gottheit zu werden. Niemand beachtete ihn. Weiterdenkend wurde ihm bewusst , dass er halluzinierte. Jaro war schwul. Also grub er sich frei und fand ein Handy. Er stöberte die Nummern durch und beschloss wahllos ein paar Versuche zur Rettung des verünglückten Lebensgefährten zu organisieren. Am Baumstamm angekommen sah er`s ein: Zwecklos! Lothar's Luftverwirbelungen beförderten frischen Wind an Jaros graue Zellen. Tanzend lief er nun seinen Namen in den Wind rufend. Ollis Lebensgeister zeigten sich voller Desinteresse, als Olli selbst doch überlebte. Nun konnte Olli wieder nach Hause gehen. Lothars Puste klinkte sich über Jaros Intimpiercing hinweg in die Rosette ein. Sein Sprintantritt bereitete dem Armen Schweißflecken, die furchtbar nach Schweiß rochen. Auch seine Stirn klebte von irgendeinem da so nicht hinbestimmten Baumharz.


    Da Jaro gerne und oft über Sinnentleerungsattacken klagte, plante er einen Bootsverleih in Zell am See zu eröffnen. Die bayerischen Hofknaben waren nicht besonders risikoscheu und bezuschussten die Gründung mit 20 kg Seetang und einer Registrierkasse. Seine Boote baute er natürlich nicht selbst, sondern pachtete ein Floß aus dem Selbstbaukasten. 17,50 € die Stunde oder zweimal den Großglockner buchstabieren - dass war der Tarif für 30 Minuten das Paddel halten. Das Geschäft boomte nicht, da Jaro beim protokollieren der Buchstabierversuche Fehler machte. Er kam überhaupt nicht auf die Idee, Ollis Ratschlag zu befolgen: "Spinnst du? ich geh doch nicht zum Tevi, um nen PC gegen 10 Rohlinge umzutauschen!", klagte Jaro. Da kam Fandel. Wollte Boot fahren... aber er vergaß seine Schwimmausrüstung: Eine von Jaro angestellte Bademeisterin nahm sofort Kontakt mit zwei Schwellkörpern auf, die vor allem bei enormer Kälte des öfteren die Sicherheit der zahlenden Kundschaft befriedigte. Jaro plante, dieses Sicherheitskonzept in anderen Zweigstellen genauso umzusetzen. Eine chinesische Firma wurde deswegen in die Mongolei verlagert. Jaro meinte: "Mongolen schaun einfach genauer hin." Der Cash-Flow des Straßenstrichs war so stark gefallen, dass einzig Jaro`s Bootsverleih noch die Lebensvorsorge der beiden kürzlich gekauften Dobermänner sicherte.


    Jaros Herz besaß ein unbekannter südländischer Franke aus H-aurach, namens Loddar, der mittlerweile (zu Jaros Neid) erfolgreich gefälschtes Kondome verkauft, die er selbst am liebsten verwendete. Gebraucht schmeckten sie nach Wolle, da sie selbstgestrickt waren, bevor er sie linksrum leersaugte. Manchmal ging er zu Mutti in den Strickkurs, um dort die traditionelle Handtechnik Masturbistik, die Kunst des Olli Kahn, zu perfektionieren. Am besten gelang ihm das, wenn Jaro neben ihm noch mit einer aufblasbaren Gummipuppe seine Step-Tanz-Technik trainierte. Jaros Eifer und sein Elan entschlossen sich zum Streik. Uninspiriert und ein bisschen vollgefressen von etlichen Häppchen bot er zunächst mehr Gehalt an. Er fragte sich ganz erbost, warum der Streik nicht angekündigt wurde. Jetzt hatte nicht nur Lothar, sondern auch Matthäus die Faxen Dicke: In seinem Glücksbärchi-Schlafanzug stolperte er zunächst in eine Tretmine und wurde davon anschließend von zwei jungen Zivis gefragt, ob denn alles ok sei. Natürlich anwortete Lothar zögernd: "Bringt mich bitte nur in den Sanka!". Dort schnüffelte er immer stärker am Ärmel des Rettungsdienstes. "Irgendwie ein sehr interessanter Typ. Sicher hat er schon das ein oder andere Mal geheiratet." Zahlreiche Eheeskapaden waren auch bei Lothar nie der Grund für größere Geheimniskrämerei gewesen. Frei und offenherzig offenbarte Lothar den Sanis, er würde das Schiff schon schaukeln, denn wer nicht rastet, rostet. Im Krankenhaus angekommen wusste er: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und v.a wer nicht liebt Wein, Weib und Wöschddla, der wird nie ein guter Torwarttrainer sein.


    Olli nämlich war momentan wegen dringender Geschäfte nach Venedig gesegelt und traf sich mit dem Hochwasserschutzbeauftragten am Markusplatz, um der fränkischen Schneeschmelze Einhalt zu gebieten. In den Gassen von Schwabach vollbrachte Ollis Krisen-Team wahre technische Meisterleistungen: So hielt er selbst zwei Minuten lang einen Maßkrug - mit der linken Hand! Auch reißende Flutwellen hielten ihn nicht davon ab, seine Pflichten zur Rettung der Stadt beizutragen. Also nahm er sich Trupp No.4 des Technischen Hilfswerks vor und zeigte ihnen eindrucksvoll, wie man Naturkatastrophen ausnutzt, um fette Beute zu machen. Anstatt Sandsäcke an die Ufer zu legen plünderte und brandschatzte er einige Geschäfte, v.a. die Lieblingsboutiquen seines Schatzes verschonte er nicht. In seinem Inventar waren nun die wichtigsten Geschenke. Eine Leberkäßsemmel aß er in der Mittagspause, ehe er sich den Sex-Shops wieder um die Wassermassen kümmerte. "Rettet v.a. in den hinteren Regalen die Neger-Videos." Diese lagen in Hülle und Fülle neben Ollis Lesebrille. Die Film-Beschreibungen nämlich waren ähnlich deren, die in Jaro's Fernsehzimmer so inspirierend für Olis und Jaros gemeinsame Squash Abende waren. Auch Filme bzw. Filme aus Gleitmittel halfen den beiden, die schwierigsten Bälle an die Wand zu drischen. Jaro bevorzugte Ritex-Produkte. In der Umkleide zeigte Jaro den anderen die Seife. Absichtlich ließ er sie fallen, um sich vor ihnen bücken zu können. da krachte sofort einer der Unbekannten mit den Krücken im Takt und rappte über Jaros Unfähigkeit, sich am Rücken einzuseifen. "Jar os Be Weg Lich Keit - ist ab so lut mit dem ein es Roll stuhl fahr ers zu ver gleichen!", meinte er und verschwand. Jaro wollte das nicht wahr haben und rannte vor die Tür. Schluchzend erinnerte er sich an die guten alten Zeiten, darauf hin sah er vor seinem geistigen Auge zahlreiche Eskapaden mit vielen diesmal eindeutig zu perversen Ausschweifungen: „Was war das nur für eine geile Zeit auf der Gorch Fock als ich als Rekrut mit weinrotem String Tanga mit der Aufschrift ‘Hier kommt der Club‘ meinen Vertrag beim HSV unterzeichnete!“ , dachte er sich und bekam aus dem Nichts einen Anruf von Fandel: "Auf Wiederhören!" hörte er ihn hauchen und dachte erst, er wolle ihn zum gemeinsamen Hinterfragen ihrer Beziehung anregen. Aber in Wirklichkeit ging es ihm darum, sich interessant zu machen. Sein Abschiedsgruß ähnelte dem sehr bekannten äthiopischen Rinden-Wasserbüffel. Kauzig und müde klangen seine Worte: "RittelRattelRuttelBrumm Wer nicht mit mir kommunizieren will, der bleibt dumm!". Mit diesem Reim war allen klar, dass Fandel nicht nur wegen der irregulären Verwendung der nicht besonders gut aussehenden Telefonmodelle, sondern auch wegen der Wettschulden anrief.


    Kürzlich hatte er sein Leben auf ein Kreisligisten gewettet. Nur zu blöd, dass diese jüngst Angelos Charisteas verpflichtet hatten . Der Griechen Bomber konnte sich zu (Fandels Glück) nicht mehr ausweisen. Pass und Aufenthaltsgenehmigung waren zwar da, aber Harry hatte nicht die geringste Ahnung, wie er in die Startformation kommen sollte. Die Fans tobten schon bald und wollten ihn in einer öffentlichen Internataktion dazu bewegen, künftig das Schälen von Kartoffeln in den Gelsenkirchener Katakomben zu üben. Niemand sagte ihm, dass er selbst bei Schalke 04 höchstens mal die Schuhe putzen könnte. Der Trikotverkauf im S04-Fanshop war Harrys neue Aufgabe. "Gar nicht versuchen, dein eigenes mitgebrachtes anzubieten!", riet Jarolim per SMS. Am besten Harry macht absolut reinen Tisch und gibt endlich zu: Sein Können ist mit dem eines Metzgers vergleichbar. Eine innere Stimme flüsterte , er solle es doch nochmal auf dem Holzweg versuchen. "Nenene... nicht auf dem Holzweg, lieber David, warum soll ich denn, denn wenn ich evtl. 1 Tor auf Schalke schieße , kann ich gleich meinen Vertrag um 10 Jahre verlängern!". In zehn Jahren, da war Harry sich sicher, würde er als Spielertrainer der FCN-Bambinis die gegnerischen Abwehrreihen mit schönen Geschenken bestechen, ihn passieren zu lassen. Sein Ziel: Den Geist von Lissabon 2004 mal um ein Autogramm bitten. Ein Low-Budget-Allstars mit Blazek, Jaro, Olli und Matthäus fälschten die Unterschriften: Harry war von seiner neuen Clique dermaßen angetan, dass er tat, was alle immer gehofft hatten: Endlich sich zu den Nichtskönnern zu bekennen.

  • Beglubbter89 schrieb:

    Seite 47-92 oder im ganzen Seite 394 - 439 !


    (.....) Gedächtnisverlust! Ahnungslos und müde marschierten sie den Schafen hinterher, welche im Kreis liefen. Nach der sechsundzwanzigsten Runde hatte Jaro genug. Er beschloss umzukehren und plante, eine Metzgerei in Bláskógabyggð in einen zweiten Eyjafjallajökull zu verwandeln! Mit 300l Benzin im Gepäck und der letzten Leberkässemmel Südbayerns murmelte er entschlossen: "Ich lass es lieber!".
    (....)


    ROFL!