Trikot-Sponsor

  • mjm schrieb:

    Areva sollte schleunigst von den Trikots runter - nach dem Inferno in Japan, ist ein Unternehmen, das sein Geld mit KKWs verdient als Sponsor untragbar. Die empirische Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs (bisher zwei: Tschernobyl, Fukushima) beträgt - anders als die Betreiber mit lachhaften mathematischen Wahrscheinlichkeiten behaupten - bei weltweit 500 AKWs mit einer durchschnittlichen Laufzeit von etwa 20 Jahren für jedes einzelne AKW bei 1:5000 pro Jahr. Wer das billigend in Kauf nimmt ist skrupellos, menschenverachtend und nur von Profitgier getrieben.


    Daher lieber Gündogan verkaufen oder von mir aus auch nächste Saison in die zweite Liga zurück, als mit einem solchen Sponsor auf der Brust aufzulaufen :brodel:


    Was machen dann die Vereine mit Automobilherstellern auf dem Trikot? Die Diskussion läuft in Richtung Sippenhaft...

    "Bevor ich in Fürth Fußball spiele, höre ich auf." - Raphael Schäfer, Kapitän der Pokalsiegermannschaft 2007, im April 2012.

  • Altmeister schrieb:


    Was machen dann die Vereine mit Automobilherstellern auf dem Trikot? Die Diskussion läuft in Richtung Sippenhaft...


    Nix Sippenhaft - da ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich mein Geld mit einer Technologie verdiene, die mit einer empirischen Wahrscheinlichkeit von ein Prozent dazu führt, dass ganze Landstriche (z.B. Franken, wenn Grafenrheinfeld hoch geht) unbewohnbar werden, oder wenn ich mein Geld mit Autos verdiene, die kontinuierlich CO2 ausstoßen.

    "Eine schöne Kombination auf dem Fußballplatz ergibt sich nicht einfach so. Schönheit ist die Abwesenheit von Zufällen."
    Felix Magath

  • mjm schrieb:

    Areva sollte schleunigst von den Trikots runter - nach dem Inferno in Japan, ist ein Unternehmen, das sein Geld mit KKWs verdient als Sponsor untragbar. Die empirische Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs (bisher zwei: Tschernobyl, Fukushima) beträgt - anders als die Betreiber mit lachhaften mathematischen Wahrscheinlichkeiten behaupten - bei weltweit 500 AKWs mit einer durchschnittlichen Laufzeit von etwa 20 Jahren für jedes einzelne AKW bei ca. 1:5000 pro Jahr. Realistisch liegt damit die Wahrscheinlichkeit einer Super-Katastrophe in Deutschland (mit 23 AKWs) bei ca. 5 Promille im Jahr. Auf eine Restlaufzeit von über 20 Jahren hoch gerechnet liegt sie bei 1 Prozent.


    Wer das billigend in Kauf nimmt ist skrupellos, menschenverachtend und nur von Profitgier getrieben.


    Daher lieber Gündogan verkaufen oder von mir aus auch nächste Saison in die zweite Liga zurück, als mit einem solchen Sponsor auf der Brust aufzulaufen :brodel:


    Ganz ehrlich. Zunächst wollte ich schreiben: "Was für ein schwachsinniger Post". Dann habe ich aber weiter gelesen und habe Respekt vor deiner Einstellung/Meinung, da du sie bis zur letzten Konsequenz vertrittst -> Gündoganverkauf, Abstieg. Das tut hier normal keiner. Da heißt es dann immer: Der Sponsor passt mir nicht, das viele Marketing passt mir nicht, Scheiß Kommerz etc. Gleichzeitig erwarten die selben User erfolgreichen Bundesligafußball.
    Das nötgt mir wirklich Respekt dir gegenüber ab.


    Nichtsdestotrotz habe ich eine konträre Meinung. Habe ja schon ein paar mal aufgefordert mir einen Sponsor zu nennen, der keinen Dreck am Stecken hat und groß genug wäre einen Bundesligaclub zu finanzieren. Muss nicht mal hier aus der Region sein. Bisher kam da nix!
    Und es ist jetzt müßig zu diskutieren ob der Handel mit Kernenrgie verwerflicher ist als die Ausbeutung von Millionen Chinesen, der Handel mit Waffen, das Unterstützen von Nazis, Bescheißen des Staates (und damit der Allgemeinheit) oder Kinderarbeit. Für mich alles auf einer Stufe.

    Schuld ist die Monogamie. Sie ist vielleicht nicht gegen die Menschheit, aber ganz sicher gegen die Männer!

  • mjm schrieb:


    Nix Sippenhaft - da ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich mein Geld mit einer Technologie verdiene, die mit einer empirischen Wahrscheinlichkeit von ein Prozent dazu führt, dass ganze Landstriche (z.B. Franken, wenn Grafenrheinfeld hoch geht) unbewohnbar werden, oder wenn ich mein Geld mit Autos verdiene, die kontinuierlich CO2 ausstoßen.


    Ich sehe da schon ein wenig Sippenhaft darin. Nicht zu leugnen ist freilich, daß die Kernenergie hochgefährlich ist und auch die Folgen wie atomarer Müll nur schwer zu beseitigen sind, aber was sind denn in unserer hochtechnologisierten Welt die Alternativen? Jeder Haushalt besteht mittlerweile aus unzähligen Geräten, die Strom brauchen (Küchengeräte, Geschirrspüler, Trockner, PC, Handy, usw.). Wo soll denn der herkommen? Da ist es mir lieber, wenn wir aus noch relativ sicheren deutschen AKW's den Strom, deren hohen Standard auch Areva mitzuverantworten hat, beziehen, als daß wir auf gutes Gewissen machen und dann unseren Atomstrom aus den Kraftwerken unserer Nachbarländer beziehen (das Nicht-AKW-Land Österreich importiert 1/5 seines Stroms aus dem Ausland!). Mir persönlich geht die Diskussion auf Grund der aktuellen, schrecklichen Lage in Japan einfach zu kurz. Was machen wir denn, wenn die Wirtschaft wegen teuerer Stromkosten Personal entläßt bzw. jeder Verbraucher das am eigenen Geldbeutel merkt? Regenerative Energien sind ja auch nicht nur reine Heilsbringer: Vernichtung natürlicher Umwelt, Zerstörung von Ackerflächen zu Gunsten von bioenergetischen Monokulturen bei steigenden Lebensmittelpreisen. Und Kohlekraftwerke will man wohl schließlich auch nicht, oder? Das Draufhauen auf Areva, weil in einem japanischen Kraftwerk nach einem Erdbeben, einem Tsunami, technischem und menschlichem Versagen gerade aber alles schief läuft, ist mir ein bißchen zu einfach.

    "Bevor ich in Fürth Fußball spiele, höre ich auf." - Raphael Schäfer, Kapitän der Pokalsiegermannschaft 2007, im April 2012.

  • Altmeister schrieb:


    Ich sehe da schon ein wenig Sippenhaft darin. Nicht zu leugnen ist freilich, daß die Kernenergie hochgefährlich ist und auch die Folgen wie atomarer Müll nur schwer zu beseitigen sind, aber was sind denn in unserer hochtechnologisierten Welt die Alternativen? Jeder Haushalt besteht mittlerweile aus unzähligen Geräten, die Strom brauchen (Küchengeräte, Geschirrspüler, Trockner, PC, Handy, usw.). Wo soll denn der herkommen? Da ist es mir lieber, wenn wir aus noch relativ sicheren deutschen AKW's den Strom, deren hohen Standard auch Areva mitzuverantworten hat, beziehen, als daß wir auf gutes Gewissen machen und dann unseren Atomstrom aus den Kraftwerken unserer Nachbarländer beziehen (das Nicht-AKW-Land Österreich importiert 1/5 seines Stroms aus dem Ausland!). Mir persönlich geht die Diskussion auf Grund der aktuellen, schrecklichen Lage in Japan einfach zu kurz. Was machen wir denn, wenn die Wirtschaft wegen teuerer Stromkosten Personal entläßt bzw. jeder Verbraucher das am eigenen Geldbeutel merkt? Regenerative Energien sind ja auch nicht nur reine Heilsbringer: Vernichtung natürlicher Umwelt, Zerstörung von Ackerflächen zu Gunsten von bioenergetischen Monokulturen bei steigenden Lebensmittelpreisen. Und Kohlekraftwerke will man wohl schließlich auch nicht, oder? Das Draufhauen auf Areva, weil in einem japanischen Kraftwerk nach einem Erdbeben, einem Tsunami, technischem und menschlichem Versagen gerade aber alles schief läuft, ist mir ein bißchen zu einfach.


    Richtig guter Post. Und das sage ich als absoluter Atomkraftgegner. Sollen die, die am lautesten Schreiben (meine ich jetzt generell, nicht hier im Forum) mal anfangen Strom zu sparen. Und damit meine ich nicht so Scherze wie "Fernsher ausschalten statt Standby", sondern richtig!

    Schuld ist die Monogamie. Sie ist vielleicht nicht gegen die Menschheit, aber ganz sicher gegen die Männer!

  • welchen grund sollte areva haben sich den clubb als unverdächtigen werbeträger zu sichern, als den ein akzeptables bis sympathisches erscheinungsbild zu gewinnen, das scheint mir für beide seiten legitim


    areva tut nichts illegales, nichts was gegen gesetze verstößt, sollte areva keine neuen aufträge sehen oder solche als wahrscheinlich erachten, wird dieser firmenverbund sicher andere zweige ausbauen oder gar neue dazu nehmen, solange solch eine firma auch anderweitig gute geschäfte machen kann, wird sie nicht auf atomkraft bestehen oder mit wehenden fahnen untergehen, zudem wird mit der entsorgung dieser akw`s nicht weniger geld zu machen sein, als mit deren aufbau


    wenn schon prostest, dann gegen einen gesetzgeber an dem es allein liegt wie lange diese dinger bei uns noch laufen, oder gebaut werden, das gleiche gilt europaweit und weltweit


    ich sehe hier meinen clubb gefördert, ohne das er sich in irgendeiner weise schuldig macht oder schaden erleidet

  • dsv schrieb:

    Frage:


    Die Techniker von Areva wurden evakuiert und hier auf Pressekonferenzen "bewundert".


    Sollten die nicht gerade in so einem Fall "an der Front sein" und mithelfen, beheben :?:



    was haben die mit von thosiba gebauten und von einer japanischen firma betriebenen atomkraftwerken zu tun?

  • Ich lasse mich jedenfalls nicht als Werbeträger eines Energiekonzerns missbrauchen und laufe als AREVA-Werbetafel durch die Gegend!


    Aus diesem Grunde habe ich mir kein aktuelles Trikot des 1. FC Nürnbergs gekauft, was ich sehr schade finde, da ich diesen Verein liebe und seine Farben mit stolz trage. Ich beziehe Greenpeace Energy Strom (als Bafög Empfänger) demonstriere gegen Atomstrom und bin seit Jahren in die Diskussion involviert. Es ist eine Schande für den 1. FC Nürnberg solch einen Sponsor zu haben (das ist meine Meinung!!!) Gründe brauch ich dafür nicht zu nennen, solltem jedem eigentlich klar sein.



    Ich habe hier eigentlich erwartet, dass die User mehr aufgeklärt sind, was Areva oder allgemein Atomstrom/Atomkonzerne/Atomkraftwerke betrifft. Aber das ist wohl Fehlanzeige! Schade.. Aber da waren meine Erwartungen wohl zu hoch!


    Ansonsten zur Aufklärung empfehle ich mal desöfteren ein Blick auf die Seite http://www.nachdenkseiten.de - kritische Website zu aktuellen Themen.

  • dsv schrieb:

    Frage:


    Die Techniker von Areva wurden evakuiert und hier auf Pressekonferenzen "bewundert".


    Sollten die nicht gerade in so einem Fall "an der Front sein" und mithelfen, beheben :?:


    sie waren vor ort, um irgendein verfahren für schweißnähte o.ä. vorzustellen, mit dem kraftwerk selbst hat/hatte areva -den öffentlichen infos nach- nichts zu tun. sie haben das erdbeben im kraftwerk erlebt und wurden dann sofort ausgeflogen, als die lage stabil schien, so wie sie selbst sagen. es ist fraglich, ob sie -trotz ihres expertenstatus'- vor ort wirklich hätten helfen können bei einer anlage, die sie weder gebaut noch betrieben haben.


    dass sie sofort ausgeflogen wurden, hat für den laien schon einen nachgeschmack. es scheint schon so, dass man seitens areva die mögliche gefahr für seine mitarbeiter schon zu diesem zeitpunkt sehr realistisch einschätzen konnte. das spricht nicht gegen areva, die sich in erster linie um ihre mitarbeiter sorgen, sondern gegen atomkraft im allgemeinen, wenn selbst die hersteller kein vertrauen in die sicherheit haben.


  • Wie ich User liebe die meinen sie wären was besseres, wie solche die eine andere Meinung haben.
    Nur zur Info, ich beziehe seit 2 Jahrern ebenfalls nur Ökostrom und war auch schon auf der ein oder anderen Demo.
    Was für ein Trikot würdest du dir denn kaufen? Diehl? Adidas? Nestlé? Müller? Bahn? Apple? Sony? Ich könntre jetzt ewig weiter machen. Das sind alles üble Unternehmen und es lässt sich zu jedem etwas finden.

    Schuld ist die Monogamie. Sie ist vielleicht nicht gegen die Menschheit, aber ganz sicher gegen die Männer!

  • Wenn man sich eines Tages sagen müßte, nur weil ich vom Geschirrspüler oder Handy nicht lassen wollte, sind jetzt Menschen tot oder verletzt oder die Umwelt kaputt, das ist doch vollkommen daneben. Das will keiner. Das sollte aber auch dazu führen, daß jeder sich Gedanken macht, wie er mit weniger Strom leben kann. Ich find es nicht okay, wenn man zwar den Ausstieg will, aber nicht bereit ist, auf irgendwas zu verzichten. Der Lebensstandard vor dem Bau der AKW´s in Deutschland war sicher so, daß wir weniger Strom brauchten, aber alles was wir jetzt haben, brauchen wir das wirklich? Ich hab zumindest den Trockner abgeschafft und mir eben keinen neuen stromfressenden Fernseher angeschafft und es ist auch nicht so schrecklich, wenn nicht permeanent heißes Wasser vorhanden ist, sondern man erst dann einschaltet, wenn man es wirklich braucht ...
    Es gibt viele Möglichkeiten Strom zu sparen und es ist wichtig, die optimalsten Wege der Energieversorgung (bei Herstellung und Verbrauch) zu gehen und da hat Frau Merkel ausnahmsweise mal voll recht, wenn sie sagt, Sicherheit sollte dabei über allem zu stehen.


    Atomenergie schadet Menschen nicht erst nach einer Kernschmelze oder im Falle eines Gau´s. Schon der Uranabau ist aus meiner Sicht moralisch nicht vertretbar, Studien belegen schon heute, daß z.B. in der Nähe des Zwischenlagers Asse, Kinderleukämie gehäuft ist...
    Ich hab aus all dem bereits vorher ein Problem mit dem Trikotsponsor gehabt, mir deshalb nix gekauft, was dieses Logo trägt, weil ich da nicht auch noch Werbung für machen will. Andererseits scheint es auch so zu sein, daß Areva auch andere Sparten bedient, nicht nur den Atomkraftwerksbau. Und daß sie sich genötigt sehen, bei der Bandenwerbung auf ihre Solarsparte hinzuweisen, zeigt, daß sie die Problematik auch erkannt haben. Es wird zwar nicht viel bewirken in der Firmenpolitik, aber jeder einzelne kann Areva ja rückmelden, daß eine Schwerpunktverlagerung als positiv empfunden wird.
    Ich denke prinzipiell sollte der Club sich Gedanken über einen anderen Sponsor machen, denn die Zukunft von Areva bzw. das Trikotsponsoring des Club ist in vieler Hinsicht unsicher: wieviel Verluste bedeutet für das Unternehmen die Katastrophe in Japan, was passiert, wenn Siemens (was die ja schon länger planen) seine Anteile an Areva verkauft und Areva vielleicht von Erlangen weggeht. Und es wäre ja nicht das erste Mal, daß eines Tages eine hektische Suche nach einem neuen Hauptsponsor losgeht, weil man zu lange "geschlafen" hat. Hier könnte der Vorstand mal zeigen, daß er was gelernt hat.

  • stc schrieb:


    sie waren vor ort, um irgendein verfahren für schweißnähte o.ä. vorzustellen, mit dem kraftwerk selbst hat/hatte areva -den öffentlichen infos nach- nichts zu tun. sie haben das erdbeben im kraftwerk erlebt und wurden dann sofort ausgeflogen, als die lage stabil schien, so wie sie selbst sagen. es ist fraglich, ob sie -trotz ihres expertenstatus'- vor ort wirklich hätten helfen können bei einer anlage, die sie weder gebaut noch betrieben haben.


    dass sie sofort ausgeflogen wurden, hat für den laien schon einen nachgeschmack. es scheint schon so, dass man seitens areva die mögliche gefahr für seine mitarbeiter schon zu diesem zeitpunkt sehr realistisch einschätzen konnte. das spricht nicht gegen areva, die sich in erster linie um ihre mitarbeiter sorgen, sondern gegen atomkraft im allgemeinen, wenn selbst die hersteller kein vertrauen in die sicherheit haben.


    Ok, danke für die Info. War ja auch keine polemische Frage.
    Hab das nur am Rande mitgenommen und eben laienhaft die dumme Frage gestellt.

  • emilou schrieb:

    [...] Ich denke prinzipiell sollte der Club sich Gedanken über einen anderen Sponsor machen, denn die Zukunft von Areva bzw. das Trikotsponsoring des Club ist in vieler Hinsicht unsicher: wieviel Verluste bedeutet für das Unternehmen die Katastrophe in Japan, was passiert, wenn Siemens (was die ja schon länger planen) seine Anteile an Areva verkauft und Areva vielleicht von Erlangen weggeht. Und es wäre ja nicht das erste Mal, daß eines Tages eine hektische Suche nach einem neuen Hauptsponsor losgeht, weil man zu lange "geschlafen" hat. Hier könnte der Vorstand mal zeigen, daß er was gelernt hat.


    Ich vermute auch, daß Areva ihr Geld spätestens ab der Saison 2012/13 nicht mehr für Sportsponsoring ausgeben werden und wir einen neuen Trikotsponsor benötigen. Hier setzt dann wieder Heckings berechtigte Klage über die geringe mediale Präsenz ein. Je häufiger man überregional in Schrift und noch besser Bild mit dem Logo des Sponsors erwähnt wird, desto leichter fällt die überregionale Sponsorensuche. Daß wir derzeit trotz unseres Erfolges nahezu ignoriert werden, trifft daher weniger unsere Eitelkeit als den Anreiz für neue Sponsoren. Pauli, Mainz und Freiburg haben da leider eine deutlich bessere Präsenz. Die Gründe hierfür sind ganz unterschiedlich (Imagepflege als "Kultverein", "Karnevalstruppe", "Breisgau-Brasilianer"). Wir als "Fahrstuhlmannschaft" müssen uns wohl erst über Jahre noch in der 1. Liga etablieren, bevor wir so wohlwollend von den Medien wahrgenommen werden. Leider!

    "Bevor ich in Fürth Fußball spiele, höre ich auf." - Raphael Schäfer, Kapitän der Pokalsiegermannschaft 2007, im April 2012.

  • 1973er schrieb:

    Hier zu schreiben verbraucht aber auch Strom, oder?


    So ne Argumentation kann unmöglich ernst gemeint sein. Keinem geht es darum, auf Strom zu verzichten, aber jeder kann darüber nachdenken, wie er seinen individuellen Verbrauch auf´s Minimum reduziert. Und auch wenn einer im Internet ist, kann er das mehr oder weniger stromsparend tun. Flatrates verleiten dazu, das Ding möglichst permanent online zu lassen, um auch jede mail, jede Antwort sofort mitzukriegen. Ist nicht wirklich nötig-

  • Hier ein paar Links zum Thema "AREVA" als Atomkonzern:


    Unser Erbe ist anhaltende Umweltzerstörung
    Die Uran Förderung in der zentralen Sahara steht für eine ökologische Katastrophe mit unabsehbaren langfristigen Folgen für die in der Region lebenden Menschen. Der französische Atomriese Areva (u.a. Hauptsponsor des 1. FC Nürnberg) betreibt dort die Ausbeutung des nuklearen Brennstoffes.


    .....


    Obwohl über die Untersuchungen von CRIIRAD und Greenpeace belegt eine seit Jahrzehnten die gesamte Umwelt erfassende radioaktive Verseuchung stattfindet, ist der französische Atomkonzern immer noch nicht gewillt, dies als von ihm zu verantwortendes Problem zu sehen. Immer wieder bewies Areva äußerste Ignoranz gegenüber den Gefährdungen von Mensch und Umwelt. Erst 15 Jahre nach Eröffnung der Minen erhielten die Arbeiter Schutzkleidung mit Masken. Zuvor hatten sie die ganze Zeit mit ihrer Alltagskleidung gearbeitet und so den Staub aus den Minen mit nach Hause getragen. Als am 23.01.2004 ein LKW bei einem Urantransport Richtung Cotonou im Süden Nigers durch einen schweren Unfall 17 Fässer 'Yellow Cake' verlor, brauchte Areva trotz Aufforderungen der Behörden mehr als einen Monat, um die Unfallstelle mit den zerborstenen Fässern zu säubern und zu dekontaminieren. Erst als französische Journalisten über dort spielende Kinder berichtet und CRIIRAD 2000fach erhöhte Radioaktivitätswerte festgestellt hatten, wurde das Unternehmen endlich aktiv.
    http://izindaba.info/39.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=144&tx_ttnews[backPid]=37&cHash=36167abc72e58f182118698bb5a80be3 (lang aber sehr lesenswert!!)


    http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1050188 (kurz mit Video)



    "AREVA hat bekanntlich mit China einen Vertrag zum Bau von mehreren Kernkraftwerken abgeschlossen, mit der Verpflichtung das notwendige Uran zu liefern. Allerdings hat AREVA heute nicht genügend Uran, um diese Verträge zu erfüllen. "
    http://community.zeit.de/user/…-uranabbau-wird-ausgebaut


    Studie zum Uranabbau am Niger
    http://www.greenpeace.de/theme…r_niger_dar/ansicht/bild/


    Ansonsten einfach auf Greenpeace.de mal bei der Suche "AREVA" eingeben..


    Im aktuellen Greenpeace Heft gab es eine Studie zur Ökobilanz der Vereine der 1. Bundesliga und der 1. FC Nürnberg wurde letzter.
    http://www.presseportal.de/pm/…768294/greenpeace_magazin (mit Tabelle)


    Sicherlich haben andere "Konzerne" auch "Dreck am Stecken" - aber sorry.. Ich kenne keine Konzerne, außer Atomkraftwerkbetreiber, welche "tickende Bomben" überall auf der Welt platzieren und einfach hoffen, dass nix kaputt geht. Meiner Meinung ist das Verweisen auf andere Konzerne (egal ob Addidas, Nestle oder sonst wer) nur eine Entschuldigung und Ausrede!! Sicherlich hast du Recht, andere Großkonzerne haben auch Dreck am Stecken...


    Dann schlage ich einfach mal UNICEF, Greenpeace, die Umweltbank,WHO, WWF, Nabu, oder andere vor..


    Ansonsten kann man sich doch dann für das kleinere übel entscheiden, bsp. Mainz 05 - die haben ENTEGA als Sponsor, ein "Ökostrom" Anbieter, wobei dieser auch nicht ganz lupenrein ist. Andere Beispiele sind REWE (Köln), Latschenkiefer (Kaiserslautern), Platz an der Sonne (St. Pauli)


    Also gibt es DEFINITIV andere Wahlmöglichkeiten!!!!

  • emilou schrieb:


    So ne Argumentation kann unmöglich ernst gemeint sein. Keinem geht es darum, auf Strom zu verzichten, aber jeder kann darüber nachdenken, wie er seinen individuellen Verbrauch auf´s Minimum reduziert. Und auch wenn einer im Internet ist, kann er das mehr oder weniger stromsparend tun. Flatrates verleiten dazu, das Ding möglichst permanent online zu lassen, um auch jede mail, jede Antwort sofort mitzukriegen. Ist nicht wirklich nötig-



    Naja, vielleicht etwas überzogen & provokant formuliert, aber braucht´s echt ein Forum?
    Brauchts 99% aller Internetbesuche wirklich?


    Finde es im Prinzip ja auch gut, Energie zu sparen & mache es auch (ist aufgrund der Preise ja eh schon nötig), aber mich stört so ein bisschen der "Zurück in die Wälder"-Touch vieler Beiträge.

    You poor take courage, you rich take care - This earth was made a common treasury
    for everyone to share (B. Bragg)

  • Übrigens finde ich es gut, dass wir keine große mediale Beachtung haben, sonst würde ja Areva noch mehr Werbefläche bekommen!!!


    Die Medien machen das schon ganz gut so.. Auch als "Nebensponsor" würde ich mir derzeit überlegen bei einem Verein zu werben, welcher einen Atomkonzern als Hauptsponsor hat. Das könnte ein ernsthaftes Problem werden!


    Und das Areva auch Windräder betreibt, ist nix anderes als "greenwashing"

  • Zitat

    Naja, vielleicht etwas überzogen & provokant formuliert, aber braucht´s echt ein Forum?
    Brauchts 99% aller Internetbesuche wirklich?


    Finde es im Prinzip ja auch gut, Energie zu sparen & mache es auch (ist aufgrund der Preise ja eh schon nötig), aber mich stört so ein bisschen der "Zurück in die Wälder"-Touch vieler Beiträge.


    Naja, wenn man mal ehrlich ist sind die Menschen tausende Jahre vor uns alle ohne Strom ausgekommen. Natürlich ist Entwicklung vollkommen normal, und ich kann mir ein Leben ganz ohne Strom oder wenig Strom kaum vorstellen. Aber für solche Diskussionen wird es immer Pro & Contra geben und man wird nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Mir bleibt die Hoffnung das die Geschwindigkeit in der die letzten Jahre neue Dinge entwickelt wurden anhält, und man somit schnellstmöglichst ein großteil der Energieversorgung durch Regenerative Energien erhält.
    Spekulationen wann und wie es dazu kommt können wohl auch die größten Experten nur vage voraussagen, von daher würde ich solche Diskussionen auch den Leuten überlassen, die wirklich Ahnung davon haben. Ich selbst bin nicht der größte Energieexperte, vertrete aber die Meinung das Regenerative Energie die Energie der Zukunft sein sollte.