Fifa Weltmeisterschaft 2018 Russland

  • Als weiteres Highlight zu Katar muss man sagen:


    5 neue Stadien sollen in einem Umkreis von 25 km gebaut werden, da is mal ordentlich was geboten wenn England, Deutschland und Holland da spielen sollten...


    Ich halte das einfach für den größten Witz der letzten Jahrzehnte. Ein Land das so groß ist wie Schleswig Holstein, und 1,7 Millionen Einwohner hat trägt eine WM aus. Und der nächste Brüller, ein paar Stadien sollen dann nach der WM wieder abgebaut werden und in anderen Ländern wieder aufgebaut werden da man keine Verwendung mehr hat... EINFACH UNFASSBAR.


    FIFA -We care about football. Ich brech ab echt :schaem:


  • :hoch: das triffts so ziemlich :schaem:


    Aber bis 2022 is der Fussball eh im Arsch und die Fans die dort hin Reisen dürfen werden wohl dann extra ausgewählt. :schaem:

  • "Dieser Tag wird in die Fußballgeschichte eingehen als Tag, an dem die Seele des Fußballs verkauft wurde. 'We care about football'- ich lach mich tot."


    SAT1-Kommentator im Spiel der EL.








    Und zu Katar:


    Der linke Fußball ist im Sinne einer Lebensäußerung eine Sache des Talents, bei der die Intelligenz an oberster Stelle steht und der Sieg soviel taugt, wie die Mittel, mit denen man ihn erringt.

  • 260507 schrieb:


    Richtig. Ich hab vorhin auch schon mal den Satz "Wer weiß ob mich Fußball bis dahin überhaupt noch interessiert?" geschrieben...
    Eigentlich traurig, aber wenn die Entwicklung der letzten Jahre so weiter geht...


    Also ich finde die Lösung mit Katar ja wie gesagt selber schwachsinnig, aber man sollte nicht gleich wieder übertreiben!


    Geht mal in das Ende der 60er Jahre, oder auch in die 70er: Damals gab's noch nicht mal die Trikotwerbung (die heutzutage nicht einmal mehr wegzudenken ist).
    Ist zwar ein primitives Beispiel, aber ich hoffe, ihr versteht den Kern der Aussage :wink:

  • 260507 schrieb:

    So wie ich das vorhin gelesen habe ist Ausschank von Alkohol außerhalb von Gaststätten und Hotels gesetzlich verboten!


    Na, wer weiss ob das 2022 immer noch so ist. Sponsoren werden ein Wort mitzureden haben; ob das dann noch die Amiplörre ist, keine Ahnung.


    Ansonsten reg ich mich über die Fifa und Katar nicht gross auf; war doch schon immer klar, dass Blatter und Konsorten korrupt sind. Und die Scheichs werden scho gut zahlen :lol:


    Die ganze WM ist doch eine kommerzielle Folkloreveranstaltung...2022 zur Abwechslung dann mal im Wüstenemirat...whats shalls :kultbus:

  • Chaos schrieb:

    "Dieser Tag wird in die Fußballgeschichte eingehen als Tag, an dem die Seele des Fußballs verkauft wurde. 'We care about football'- ich lach mich tot."


    SAT1-Kommentator im Spiel der EL.


    Echt? na dann mal meinen Respekt an einen SAT1-Kommentator (so weit sind wir schon :mrgreen: ) :hoch:


    Zur "Bier-Frage" - auch wenn ich nicht ganz sehe wo Bier & Fussball so zwangsläufig zusammen gehen müssen... Man wird vermutlich eine "Regel/Fatwa" finden, immerhin ist das ja wohl auch Teil der Bewerbungsrichtlinien... aber offen gesagt wäre das noch "perverser" das Sitten o. Gebote für so eine Kommerzkacke hintergangen werden, aber so wie die Fifa läuft wird das auch noch passieren...


    ... Blatter gibt nun wirklich alles für den Friedensnobelpreis... was für ein Wahnsinn... 02.12.10... den Tag muss man sich wohl merken...

    Football is a gentleman's game played by ruffians and rugby is a ruffian's game played by gentlemen

  • weam schrieb:

    Klasse die beiden Länder mit der meisten Kohle. :hoch: 
    War kaum abzusehen was ein korrupter Haufen.


    So ist es. Nach der Wahl von Russland konnte man es ja schon kommen sehen.


    Russland finde ich nicht gut, aber es lässt sich ja noch irgendwie rechtfertigen: Größtes Land der Erde, reiche Sponsoren und eine gewisse Fußballtradition (wenn auch nicht die allergrößte).


    Aber Katar ist an Absurdität eigentlich nicht mehr zu überbieten:
    ökologisch: Irrsinn ! sportlich: Schwachsinn ! politisch/gesellschaftlich: Unsinn !
    Aber Hauptsache, man erschließt neue Märkte... Von wegen, es waren "nur" zwei korrupte Funktionäre...! Nahezu die komplette Exekutive hat sich nun selbst demaskiert !

  • Das System Blatter läuft wie geschmiert


    Russland und Katar jubeln: Sie richten die WM-Endrunden 2018 und 2022 aus. Als Sieger darf sich aber auch Sepp Blatter fühlen. Die Vergabe der WM-Turniere an die beiden Länder zeigt, dass die Seilschaften des Fifa-Präsidenten immer noch gut zu funktionieren scheinen.


    Dieser Bewerbungsprozess, in dem jene gewannen, die mit Milliardensummen nur so jonglieren, zeigt aber zumindest ein undurchdringliches Netz miteinander verwobener Interessen. Das Emirat Katar benötigte vier Wahlgänge zum Sieg. Zunächst scheiterte Australien mit nur einer Stimme, im zweiten Durchgang flog Japan mit drei und im dritten Durchgang Südkorea mit vier Stimmen raus. Im Finale setzte sich Katar 14:8 gegen die USA durch..........


    Die Fifa hat sich für das große Geld entschieden. Für jene Bieter, um deren Offerten es zahlreiche neue Korruptionsgerüchte gibt. "Wir fahren in neue Länder", jubelte Fifa-Präsident Joseph Blatter, "ich bin ein glücklicher Präsident. Wir entwickeln den Fußball." Fußballentwicklung in teuren, vollklimatisierten Stadien in einem Land, das kleiner ist als Hessen? Bei 50 Grad im Schatten? Ohne Bier? "Sie haben falsche Vorstellungen", sagt Scheich Mohammed bin Hamad Al-Thani, der Bewerbungschef Katars. "


    Blatter und der Emir von Katar kennen sich schon jahrelang


    Um zu verstehen, was am Donnerstagnachmittag in Zürich geschah, muss man eine kleine Zeitreise machen. Ins Frühjahr 1998 etwa, oder ins Frühjahr 2002. Damals hatte Joseph Blatter zwei schwere Wahlkämpfe zu meistern, über denen der Schatten der Korruption schwebt. 1998 kandidierte der damalige Generalsekretär Blatter, der seine Kandidatur lange verneinte, in letzter Sekunde gegen den Schweden Lennart Johansson. 2002 musste er sich, von seinem Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen unsauberer Machenschaften verdächtigt, wogegen er sich stets verwahrt hat, gegen Issa Hayatou aus Kamerun behaupten.


    Es war der Emir von Katar, der Blatter in jenen Jahren finanziell und mit allerlei nützlichen Tools, etwa seinem Langstreckenjet, unterstützte. Mohamed Bin Hammam, Fifa-Exekutivmitglied aus Katar, reiste damals wochenlang mit Blatter durch die Welt. Die beiden sammelten vor allem in den armen Ländern Afrikas und Asiens Stimmen. Der Emir leistete so genannte Entwicklungshilfe. Katar investierte viel Geld. Bin Hammam, ein Günstling des Emirs, und Blatter haben diese Vorgänge oft genug bestätigt.


    2003 hat Blatter einen Fifa-Kongress in Katar austragen lassen, den er nach den lang währenden Fehden mit Johansson mithilfe Hayatou, der sich nun selbst Korruptionsvorwürfen ausgesetzt sieht, zu einem Konvent der Einigkeit umfunktionierte. Es war eine Propagandashow ersten Ranges mit minutenlangen Ovationen für Blatter. Am 2. Dezember 2010 hat Blatter nun seine Rechnung mit dem Emir von Katar beglichen. Man kann mutmaßen, dass er beim Emir im Wort stand, spätestens seit ihrem Gespräch Ende April in Doha. Damals galt es, letzte Missverständnisse auszuräumen. Denn kurz zuvor hatte sich Bin Hammam, dem Blatter versprochen haben soll, sein Nachfolger zu werden, erdreistet, eine Kandidatur für die Präsidentschaft anzukündigen. Bin Hammam wusste, dass Blatter seinerseits 2011 zum vierten Mal für den Fifa-Vorsitz kandidieren würde und sah seine Felle davon schwimmen. Blatter soll dem Emir daraufhin klar gemacht haben, dass Katar nur die WM 2022 bekommen könnte, wenn Bin Hammam sich beruhige.


    "Ich werde mein Amt doch nicht missbrauchen"



    Verschiedene Fifa-Mitarbeiter, die nicht zitiert werden wollen, haben das bestätigt. Blatter aber behauptete Ende April, als er von Katar zum IOC-Treffen in Dubai weiter gejettet war: "Ich habe keinen Deal gemacht. Als Fifa-Präsident werde ich mein Amt doch nicht missbrauchen."


    Nun hat Blatter auf der ganzen Linie gewonnen - und jetzt, nach zweieinhalb absurden Jahren, beweist sich einmal mehr, warum er in einer Nacht- und Nebelaktion mit seinem Generalsekretär Jerome Valcke im Mai 2008 in Sydney überraschend die WM-Doppelbewerbung durchgepeitscht hatte: Weil er dadurch die Binnenpolitik im 208 Nationen umfassenden Dachverband Fifa besser bestimmen konnte. Weil er die Interessen von zunächst dreizehn, dann noch elf Bewerbernationen perfekt mit seinen eigenen Interessen koordinieren konnte. Die WM 2018 in Russland, davon hatte einer von Blatters besten Freunden, das skandalverfolgte ehemalige Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees Wjatscheslaw Koloskow in Moskau schon seit Wochen gesprochen. Russland garantiert Blatter jegliche Unterstützung für die Wiederwahl 2011. Und Katar ebenfalls. Es gibt keine Herausforderer. Blatter hat ja sogar schon angekündigt, eventuell 2015 auch eine fünfte Amtszeit anzugehen. Die einzige Gefahr, der er ausgesetzt ist, sind die vielen Korruptionsskandale in der Fifa, die ihm um die Ohren fliegen könnten.


    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,732582,00.html


    :heul: 
    R I P
    Fußball Weltmeisterschaften
    1930 - 02.12.2010


    :dead:

  • In Katarrh wurde mit vuvuzelas gejubelt.
     :hoch: 
    Die wissen halt, was nen echten Fan ausmacht
     :mrgreen:


    Schlafen kann man dort ja in einem beduinenzelt, is also nicht allzu teuer.


    Stadien werden anschließend abgebaut und für die darauffolgenden WMs auf den Fidschi-Inseln und Mauritius und EMs im Kosovo und Island wieder verwendet.
     :hoch:


    Air Katarrh erlaubt jedem Fußballfan 4 Kisten Bier und 2 Flaschen schnaps als Freigepäck.


    Also ne richtig runde WM



    Aber mal ernsthaft, ökologisch und aus fansicht macht es irgendwie wenig Sinn, aber es freut mich auch, dass es diesmal keiner der üblichen verdächtigen geworden ist.
    Mach mir da auch von der Logistik her weniger Gedanken als bei Russland oder der Ukraine.
    Wir dürfen uns Mutterländern des Fußballs auch nicht für den Nabel der Welt halten, also geben wir Katar die Chance.
    Dass das Ganze aus nem vollkorrupten System entstanden ist steht auf nem anderen Blatt

  • Chaos schrieb:

    Es sollte bei einer WM aber in erster Linie um Fußball gehen und nicht darum Urlaub zu machen und nebenbei ein Event in Form eines Fußballspiels zu besuchen und dann Kaviar zu fressen und Sekt zu schlürfen: "Köstlich, schauen sie sich nur diese Wilden an wie sie dem Balle hinterherjagen. Was sagten Sie? 12 Millionen? Das klingt nach einem guten Geschäft."


    Beist sich das nicht wenigstens ein kleines bischen mit deiner "Champignon-Liebe"? :mrgreen:


    Ansonsten @topic fürs Protokoll: :schaem::schaem:

  • dsv schrieb:


    Beist sich das nicht wenigstens ein kleines bischen mit deiner "Champignon-Liebe"? :mrgreen:


    Ansonsten @topic fürs Protokoll: :schaem::schaem:


    Hö? In der CL wird das doch recht gut gemacht, generell kümmert sich die UEFA mehr um den Fußball. CL-Spiele werden jedenfalls nicht outgesourced bzw. die Austragungsorte der Finalspiele sind meistens sinnvoll. Nebenbei wirbt die UEFA nicht mit Wassertaxis und Büros - wie krank - in der Nähe der Stadien und ein CL-Ticket ist finanzierbar.

    Der linke Fußball ist im Sinne einer Lebensäußerung eine Sache des Talents, bei der die Intelligenz an oberster Stelle steht und der Sieg soviel taugt, wie die Mittel, mit denen man ihn erringt.

  • Ich hab kein Problem mit Katar.
    Das ganze entscheidet ja nicht der Blatter allen, also bräuchten wir jetzt für jeden, der bei der Abstimmung mitgemacht hat ne Verschwörungstheorie.
    Warum sollte die WM immer in den gleichen 6,7 Ländern stattfinden. Katar hat das Zeug dazu, ist außerdem eines der aufgeklärtesten Länder der arabischen Halbinsel und die Idee, die nicht gebrauchten Stadien anderen Ländern als quasi Entwicklungshilfe zu geben find ich auch nicht verkehrt. So lange sies zahlen...
    Die WM hat auch schon in Südkorea und der USA stattgefunden, die auch nicht gerade für ihre 100-jährige Fußballkultur bekannt sind.