Beiträge von putzi

    Ich bin da ganz bei dir.

    Zum Glück scheinen auch putzi und clubi mit der Aufarbeitung unserer Spoiler beschäftigt zu sein und keine Zeit finden, diese Blasphemie zu brandmarken.

    Da Güllefaß ist bereits zu deinem Vorgarten unterwegs und wird den Duft verströmen der ein Wochenende so richtig würzt.


    Ansonsten steht da eigentlich nix aber scho gar nix neues in dem Artikel.

    Das is ja der Punkt, der Anteilsverkauf wäre ja erstmal dazu nötig um die ganzen Altlasten zu tilgen und ein Startkapital für das von papahippie und uns gewünschte solide Wirtschaften zu schaffen.


    Wenn ich glaub das ich durch die Ausgliederung plötzlich mit Millionen um mich schmeißen kann und mir sicheren Erfolg erkaufen kann hab ich entweder nicht begriffen um was es geht, oder ich will es nicht begreifen.

    Ja, und durch dieses "weniger blöd anstellen" wie du es nennst sind sie uns in mehreren Bereichen sehr weit vorraus.


    Um mit denen wieder auf Augenhöhe zu kommen müsste schon einiges passieren und viel Zeit ins Land gehen.


    Wohlgemerkt darf man dieses Augenhöhe nicht immer mit einer kurzfristen Tabellenlage oder dem Abstiegsargument verwässern.

    Vor einem Abstieg oder einem positiven Ausreißer nach oben bist du nie gefreit, das macht den Sport ja auch so intressant.

    Die Frage ist wie du insgesamt darstehst.

    Wenn Papi Michael Adolf vor rund 20 Jahren nicht auf die Idee mit FCN-Dachverein und der Ausgliederung der einzelnen Abteilungen in eigene Vereine gekommen wäre, würde sich das Thema gar nicht stellen.


    Der Adolf war damals der Meinung, sou a KGaA-Zeuchs odda wia des hasst, braung mer ned beim Glubb. Des ist nur was für Bayer Leverkusen, aber mir produzieren ja keine Pillen.


    Wär er anderer Meinung gewesen, dann könnte man sich jetzt die Diskussionen sparen. Damals wurde auf der JHV das gemacht, was der Adolf gesagt hat. "Mein Glubb Mein Verein", UN etc. waren nicht auf der Bildfläche.

    Das eigentlich lustige ist ja das der ARO damals machen konnte was er wollte. Da haben wir alle damals dankbar Ja und Amen gesagt und waren froh das uns der kleine Mann mit dem großen Clubherz den Arsch gerettet hat.


    Drum sag ich ja, die Ausgliederung wird kommen, so sicher wie der kleine Bub in der 60ten.

    Die Frage ist nur ob wir die Ausgliederung machen wenn wir wieder kurz davor sind abzusaufen oder ob wir es schaffen dies als bewussten Akt durchzuziehen.


    papahippie


    ich kann mich auch nicht dran erinnern das beim Club mal solide gewirtschaftet wurde. Ich bin jetzt fan seit über 25 Jahren und habe so die Vermutung das es u.a. auch daran gelegen hat das jeder der sich darin versucht hat auch daran gescheitert ist das er den Rucksack der Vorgängerjahre/jahrzehnte mit sich rumschleppen musste und man jegliche Entwicklung konsequent verschlafen wollte.

    Klaus man muss nicht ständig so tun als hätte hier einer mal die Gleichung Investor = sicherer Erfolg, Meisterschaft, Weltherrschaft aufgestellt.


    Das hat hier im Forum noch niemand getan, weder der Molli, noch der doc noch ich oder sonst ein user. Das wird einem nur ständig in den Mund gelegt.


    Aber ja auch wenn frisches Geld kommt ist es nicht garantiert dass dann alles tutti läuft, schließlich muss das Geld noch sinnvoll eingesetzt werden sonst macht man den 1860 und man muss sich auch im klaren sein das man durch dieses Geld nur auf ein Niveau kommt auf dem andere viele andere Vereine schon seit Jahren sind. Sprich man wäre immer noch nur der "Club" und nicht die Bayern oder Dortmund. Aber man hätte halt die Chance langfristig wieder gegen die Bayern und Dortmund zu spielen.

    Wenn ich mir die zwei Optionen für putzis Bauernhof und den Club so anschau geb ich dir da recht.

    Aber und da fällt mir eine Diskussion schwer weil es da meiner Erfahrung nach nur wenig Spielraum im Ergebnis gibt, gibt es für Putzis Bauernhof nur eine Option wenn er den Betrieb im Vollerwerb erhalten will und ihn somit für zukünftige Generationen attraktiv machen möchte. Auf den Club umgemünzt wäre das wieder die Zugehörigkeit zu den Top 20-25 im Profifussball, sollte Vollerwerb und erste Liga nicht mein primärer Antrieb sein ist die lage "entspannter".


    Wenn ich meine Kosten runterfahre ohne meine Einnahmen zu erhöhen spare ich mich letztendlich langsam zu tode weil ohne eine gewisses Ausgabenpotential kein sinnvolles wirtschaften notwendig ist. Sprich ich kann schon an Zukaufsfutter und Maschinen sparen, werde dann aber niemals im hohen Bereich produzieren können oder anders meine Zuchtkühe werd ich dann nicht mehr haben. Schlicht unmöglich.

    Der Club kann sicher seinen Personaletat weiter senken, evtl. noch in der Jugendarbeit und bei den Lizenspielern sparen. Wie ich aber dann weiterhin Konkurrenzfähig bleiben will ist mir ein Rätsel, wir leben gerade von der Jugend und haben dass Problem das wir wichtige Verträge nicht frühzeitig verlängern konnten weil schlicht keine Kohle da ist.


    Wir sind sicher in der Abteilung "Meinung" und beide Meinungsstränge haben ihre Berechtigung. Auch können wir nicht in die Zukunft schauen, da hast du recht.


    Wenn ich mir aber die Vergangenheit so anschau, speziell die letzten zwanzig Jahre und die Entwicklung im Profifussball würde ich schon sagen das man die Realität schon ein Stück weit verweigert, oder zumindest eine große Protion Gottvertrauen hat wenn man glaubt das es ohne Geld von außen für uns mittelfristig weitergeht.


    Vor neun Jahren als wir das letzte mal in der zweiten Liga waren haben wir uns noch mit Frankfurt oder Köln verglichen, das uns Mainz und Freiburg mal abhängen werden war für die meisten unter uns undenkbar. Jetzt ist selbst der FCA sauber an uns vorbeigezogen und von Frankfurt oder Köln sind wir ganz ganz weit weg.


    Auch hat uns die Ära Bader/Woy das letzte bischen an Substanz gekostet das man noch verleben könnte. Als uns Meeske übernommen hat waren wir kurz vorm Exodus (finanziell), jetzt würde ich uns als stabil aber nicht über dem Berg einschätzen (wenn du das aus Bankersicht ander siehst bitte, aus Sicht eines Betriebswirtschaftlers ist es so).

    Jedes Jahr das so vergeht sorgt nicht für eine Konsolidierung, sondern dafür das wir immer weiter abgehängt werden, wir müssen hoffen den Status Quo zu halten während sich um uns herum alles bewegt.


    Ich hoffe der Tonfall war in Ordnung und wir können die Diskussion so fortsetzten.

    papahippie


    Mir würde der Grundstücksverkauf auch keine emotionalen Schwierigkeiten bereiten da er wie du schreibst eine Finanzanlage darstellt der nicht Betriebsnotwendig ist. Wenn er dem Betrieb mehr dient wenn man ihn verkauft dann bitte. Wäre nur sinnvoll.


    Aber auch auf die Gefahr hin das wir uns im Kreis drehen.

    Das würde unsere Probleme für ein oder zwei Jahre mildern sonst nichts.


    Das is wie wenn putzis Bauernhof nur überlebensfähig ist wenn er jährlich seine besten Kühe auf dem Zuchtviehmarkt zu mittelmäßigen Preisen verkaufen muss um seinen Betriebshaushalt stabil zu halten. Kann man schon eine Zeitlang machen, geht aber irgendwann nicht mehr gut und dann schaut Putzi dumm aus der Wäsche.