Beiträge von el_ratón

    Das wir einen Sisyphus-Weg vor uns haben, dürfte klar sein. Letztlich bleibt uns aber wenig anderes übrig, als darauf zu bauen, dass wir auch einmal einen Reus (Gladbach), Schürrle (Mainz) oder Baba (Augsburg) entwickeln und für richtig gutes Geld transferieren, um einen Quantensprung nach vorne zu machen und selbst dann heißt es nicht, dass man sich automatisch in der Bundesliga etabliert.


    Dennoch finanziert ein Transfer wie Teuchert mMn die gesamten Jahresausgaben für die Jugendausbildung zumindest zu einem Gutteil - wenngleich in der Tat nicht zu so viel, wie wir es gerne hätten (s. oben) - und damit letztlich auch die Ausbildung derer, die den Sprung weder bei uns noch woanders schaffen.


    Über deine Grundsatzkritik am Fußball ließe sich trefflich debattieren, manche (insb. die Thematik Ausbildungsentschädigungen) wären gar auch auf andere Wirtschaftssektoren übertragbar, bei anderen (insb. Wechselsperrfisten) bin ich juristisch nicht bewandert genung, um zu beurteilen, ob sich das ggf. mit gegebenen (europa-)rechtlichen Rahmenbedingungen verträgt. Solange aber die Leute noch in die Stadien rennen, (zahlend) vor der Glotze sitzen und kein echtes Problem damit haben, wenn möglicherweise sub-optimale Sponsoren (bspw. Brausepulverhersteller, Gaslieferanten) den Verein unterstützen, wird sich wohl wenig an den globalen Regeln ändern. Noch lässt sich die Kuh gut melken, mal sehen, ob sich die ersten Anzeichen einer Übersättigung (vgl. Länderspiele der Nationalmannschaft) weiter verstärken und man sich irgendwann gezwungen sieht, über manche Grundsatzfragen neu nachzudenken. Letzteres würde aber zumindest den Teuchert-Thread wohl überfordern. ;)

    Erklecklige Summen?

    Bei Schöpf, ja!

    Bei Burgstaller und dem anderen waren es nicht mehr wie Almosen.

    Bei Teuchert dürften wir nichtmal die Ausbildungskosten wieder drin haben.

    Wäre im nachhinein besser gewesen, den Typen in Coburg gelassen zu haben.

    Auch wenn ich Dir sonst in vielen Deiner Beiträge nahezu uneingeschränkt zustimme, siehst Du mir das ein wenig zu gekränkt, Clubi.


    Sicherlich scheint die kolportierte Ablösesumme für das Talent und das Potential, das in Teuchert schlummert eher am unteren Rand angesiedelt, insbesondere vor dem Hintergrund der teils horrenden Ablösesummen, die anderswo gezahlt werden. Allerdings muss man auch feststellen, dass Teuchert diese Power unter verschiedenen Trainern noch nicht ganz auf die Straße gebracht hat und bei einem ambitioniertem Zweitligisten zwar ein guter Kader-, aber noch kein absoluter Stammspieler, geschweige denn führender Leistungsträger war. Der oftmals zitierte Höler mag zwar vom Talentestatus hinter Teuchert angesiedelt sein, hat allerdings im Profibereich bereits über einen längeren Zeitraum konstantere Leistungen erbracht. Zudem - das wurde hier (teilweise) auch unterschlagen - lief dessen Vertrag erst im Sommer 2019 aus, da Sandhausen eine entsprechende Option hatte. In Summe bewegen sich daher beide Transfers nahezu auf dem gleichen Preisniveau.


    Dass ein einzelner Spieler, auch wenn er so lange dabei ist wie Teuchert, rund eine Mio. Euro Ausbildungskosten (und mehr) verursacht, kann ich mir kaum vorstellen, kenne aber diesbezügliche Kalkulationen nicht. Würde man es allerdings auf die gesamte Anzahl an Jugendspielern hochrechnen, ergäben sich durchaus erkleckliche Summen.


    Insofern sehe ich in erster Linie die positiven Aspekte: Teuchert hat uns mit seinen Scorern geholfen, sein Werdegang zeigt potentiell interessierten Jugendspielern einmal mehr, dass man in Nürnberg gut ausgebildet wird und eine Profikarriere möglich ist, wir haben frühzeitig zur Wintervorbereitung Planungssicherheit, erzielen einen Transfererlös und müssen einen auf gepackten Koffern Sitzenden nicht noch ein halbes Jahr mitziehen.


    Ich wünsch dem Jungen nix Böses, vielmehr interessiert mich aber die Weiterentwicklung unserer eigenen Jungs und die Vorbereitung der Rückrunde bzw. ggf. die Ausicht auf etwaige Neuzugänge. Holen/entwickeln wir halt den Nächsten. Was anderes bleibt uns eh nicht übrig.

    Bezüglich der Bastians-Suspendierung eine interessante Randnotiz:


    "Doch nicht nur die Ereignisse nach dem Nürnberg-Spiel sorgten für den Zwist zwischen Hochstätter und Bastians. Der Kapitän hatte sich darüber beschwert, dass die Spieler unter anderem mit einem Regionalexpress zum Nürnberg-Spiel fahren mussten. "Wie soll ich einem Fan erklären, dass sich Spieler zu schade sind, mit dem Regionalexpress zum Spiel zu fahren. Ich finde es unverschämt meiner Assistentin gegenüber. Das steht Felix Bastians als Kapitän nicht zu", erklärte Hochstätter."

    Den Heimaturlaub nutzend, hab ich mich gestern auch mal aufgemacht nach Schweinfurt. Letzter Besuch im Willy-Sachs-Stadion war wohl irgendwann zu deren letzten Zweitligasaison ca. 2001.


    Gegenüber dem Spielbericht auf der Homepage gibt's nicht viel mehr zu ergänzen. Club begann nach meiner Wahrnehmung in einer 3-4-3 Formation (TW: Bredlow; RIV: Margreitter, ZIV: Petrak, LIV: Ewerton; RM: Kammerbauer, ZM: Behrens (etwas offensiver), ZM: Erras (etwas defensiver), LM: Valentini; RA: Möhwald, MS: Ishak, LA: Fuchs).


    Nachdem sich Petrak auf der Außenbahn hat düpieren lassen, hatten die Schnüdel die erste Chance des Spiels, die Bredlow aber gut pariert hat. Im Gegenzug macht Valentini, von links in die Mitte ziehend aus rd. 18m, zentraler Position, mit einem satten Flachschuss mit rechts in das linke untere Eck das 1:0. Danach tauschten Petrak und Margreitter die Positionen. Kurze Zeit später die beiden Tore von Ishak und Valentini. Im Anschluss weiterhin viel Dominanz, Ballbesitz und Spielkontrolle, so dass die nächsten beiden Tore eine Frage der Zeit waren. Wenn ich es zeitlich noch richtig einordne, wurde nach dem 5:0 erneut umgestellt. Ewerton ging in den Sturm neben Ishak, Fuchs rückte eins nach hinten (LM), Valentini wechselte nach rechts, Petrak auf LIV, Margreitter zurück auf RIV und Kammerbauer als ZIV. Ziel war wohl - vielleicht im Hinblick auf die Spielsituation "Brechstange" - lange Bälle auf Ewerton einzustudieren, die dieser dann verlängern oder ablegen sollte. Hat meiner Meinung nach allerdings nicht so ganz hingehauen. Auffällig waren in der Phase bis zur Halbzeitpause lediglich drei in Folge missratene lange Diagonalbälle von Petrak, die einfach verteidigt werden konnten. Insgesamt aber eine sehr ordentliche Halbzeit, in der der Ball sehr flüssig durch die eigenen Reihen lief, mit gutem Positionsspiel.


    Danach trotz der vier Wechsel mit Schwung aus der Kabine gekommen, wenngleich der Ball nicht mehr ganz so flüssig zirkulierte, was auch an Jäger lag, der spielerisch noch zulegen muss. Nach den nächsten Wechseln stand die Mannschaft in meiner Wahrnehmung in einem 4-1-4-1: Kirschbaum - Pex (LV), Satkus, Petrak, Kammerbauer (RV) - Jäger - Freitag (LM), Schleimer, Fuchs, Krauß (RM) - Stoßberger. Da ging nicht mehr viel nach vorne, es fehlten die zündenden Ideen und das Überraschungsmoment. Folgerichtig war das Tor von Kammerbauer ein Distanzschuss aus gut und gerne 25 Meter. Freitag verpasste nach einer Ecke noch die Möglichkeit aus kurzer Distanz zu erhöhen. Positiv aufgefallen ist mir in den 30 Minuten keiner der Junioren, vom Bewegungsablauf, Antritt und Technik gefiel mir Krauß noch am besten. Letztlich lief der Ball v.a. über Kammerbauer, Jäger, Fuchs und ihm. Das Bemühen konnte man allerdings keinem absprechen.


    Auch wenn der Test insgesamt keine sonderlichen Rückschlüsse ziehen lässt und es falsch ist, einzelne Spieler hervorzuheben, muss ich mich dennoch (erneut) als Kammerbauer-Fan outen. Technik, Ruhe am Ball, Übersicht, Dynamik, Zweikampf, er bringt alles mit für einen zentralen (defensiven) Mittelfeldspieler. Macht Spaß, ihm zuzugucken.


    So meine Eindrücke, kommt mir gut in den Tag.

    Natürlich war immer klar, dass wir - im Gegensatz zu bspw. Valentini - nicht Sabiris Herzens- und Wunschverein sind, sondern eine Möglichkeit, den berühmten nächsten Schritt zu machen, so wie es bereits viele vor ihm vorhatten und künftig viele nach ihm. Ebenso wenig geht es für die meisten heute nicht (mehr) um Ruhm und Ehre.


    Dennoch gibt es eben Unterschiede, wie man sich als Spieler dabei verhält und entsprechend auch von den Fans wahrgenommen und beurteilt wird. Die Nummer mit völliger Leistungsverweigerung, Krankschreibung (und nun erfolgter Blitzheilung - den Arzt sollte man sich für den Fall einer eigenen Darmerkrankung gut merken...), Social-Media-Geschwurbel und stillosem Abgang, dürfte dabei schon zum hinterfotzigsten zählen, was man sich vorstellen kann. Aber gut, es scheint in die moderne Zeit zu passen. Wie man dafür Verständnis aufbringen kann, ist mir jedoch völlig unbegreiflich.


    Unter den gegebenen Umständen ist der Transfer die einzig richtige Entscheidung, da sämtliche Versuche, ihm eine Brücke zurück in die Mannschaft zu bauen offenbar auf keinerlei fruchtbaren Boden stießen. Dennoch bleibt ein Gschmäckle. Sportlich wünsche ich ihm so weit alles Gute, als dass ich auch davon ausgehe, dass wir an (einem) etwaigen künftigen Transfer(s) partizipieren. Ansonsten braucht er sich in Nürnberg wohl kaum mehr blicken lassen, es sei denn, Huddersfield vereinbart mit uns (oder dem Verein :wink:) ein Freundschaftsspiel. Dann zählt das Prinzensche Motto. :mrgreen:

    Die Situation um Sabiri ist öffentlich bekannt, die beiden Spiele (Profis und U21) stehen bevor, der Spieler hat im Laufe der Woche offensichtlich ganz normal trainiert. Daher ist ja logisch, dass die Journalisten Fragen dazu stellen. Was soll der Verein nun groß sagen bzw. antworten? Gut trainiert, aber es langt derzeit nicht für das Spieltagsaufgebot bei den Profis? Für U21 kein Thema, da wir dort keinem der Talente den Platz verbauen möchten? Geburtstag der Oma, daher leider am Wochenende privat unabkömmlich?


    Die Aussage, dass derzeit beide - sowohl Verein als auch Spieler - verlieren, teile ich. Der Grund hierfür liegt allerdings exklusiv und alleine beim Spieler. Dieser scheint jedoch sehr schlecht beraten zu sein oder grundsätzlich nicht zu verstehen, was ein Vertrag ist. Denn mit "Unlust" gibt er dem Verein zumindest Handlungsspielraum für Sanktionen, so dass der Wertverlust beim Gehalt zumindest abgefedert werden kann. Schade dennoch, dass der Kaderplatz blockiert und die noch vor Monaten erhoffte positive Weiterentwicklung des Spielers damit (zumindest vorübergehend) gestoppt ist. Gut, dass die Mannschaft den Ausfall aktuell problemlos verkraftet, auch wenn Sabiri mit seinen Fähigkeiten weiterhelfen könnte.


    Es liegt an ihm. Entweder zu verringerten Bezügen auf der Tribüne schmoren oder sich wieder berappeln, Kreide fressen und mit guten sportlichen Leistungen den Verein und seine Fans versöhnen und sich damit zugleich auch weiterhin für andere Vereine interessant machen.


    Sehr fraglich erscheint mir allerdings auch das Gebaren der Engländer. Müsste normalerweise nicht zuerst eine Kontaktaufnahme der Vereine erfolgen, ehe man an den Spieler herantritt? Schon klar, dass das in der Praxis wohl dennoch anders abläuft, aber gerade diese Situation zeigt ja deutlich, wozu es führen kann, wenn ein Verein einem Spieler den Kopf verdreht.

    Mal zur Einordnung: Nimmt man transfermarkt.de (tm.de) als Quelle, hat Huddersfield in der laufenden Transferperiode bislang 43,10 Mio. EUR für 14 Neuzugänge ausgegeben. Darunter als teuersten Transfer 13 Mio. EUR für einen 22-jährigen Franco-Beniner (Steve Mounié), der in der letzten Saison in der ersten französischen Liga zweistellig getroffen hat. Vergleichsweise günstig war dagegen Kachunga, der in der letzten Saison bereits von Ingolstadt ausgeliehen war und bei dem die bereits vor einem Jahr vereinbarte Kaufoption von 1,3 Mio. EUR gezogen wurde. In der letzten Saison haben sie Schindler von den Löwen für 2,2 Mio. EUR geholt, Löwe (Lautern) und Hefele (Dresden) kamen ablösefrei.


    Entgegen der Darstellung auf tm.de glaube ich jedoch nicht, dass der Vertrag von Sabiri am Saisonende ausläuft. Das mag für seinen ursprünglichen Amateurvertrag zwar richtig gewesen sein; da dieser im April allerdings in einen Profivertrag umgewandelt wurde, würde ich stark vermuten, dass damit nicht nur eine Gehaltsanpassung, sondern auch eine Ausweitung der Laufzeit erfolgte. Worin sonst läge der Vorteil für den Verein in der Vertragsumwandlung?


    Sollte dem so sein, sehe ich uns in einer recht komfortablen Verhandlungsposition. Entweder kommt Huddersfield mit einem Angebot, dass uns finanziell weiterhilft und zudem die Möglichkeit bietet, einen Teil der Summe in mind. gleichwertigen Ersatz zu reinvestieren. Andernfalls muss sich Sabiri gewaltig am Riemen reißen, denn den konstanten Nachweis seiner Profitauglichkeit muss er erst noch erbringen und mit rumzicken und daraus folgendem Platz auf der Tribüne würde er sich letztlich nur selbst schaden.

    Sehe das ebenfalls relativ nüchtern. Wäre zwar schade, da er uns mit seinen Fähigkeiten und seiner Torgefahr sehr weiterhelfen würde, aber wenn er mit dem Kopf woanders ist und auf einen Wechsel drängt, bringt es nix.


    Sollte Huddersfield eine ordentliche Summe auf den Tisch legen, hätten wir a) mit Sabiri innerhalb eines Jahres ein richtig gutes Geschäft gemacht, b) weniger Transferdruck an anderer Stelle, c) mehr Möglichkeiten zu Vertragsverlängerungen und d) auch noch rund einen Monat Zeit, etwaigen Ersatz zu verpflichten (bspw. in der Kategorie Terrazzino).

    Jungs, mit etwas Verspätung danke für die Glückwünsche.


    Gibt's wieder ne Liga? Meine Truppe für die neue Saison steht bereits, so dass Ihr gerne unter Euch ausmachen könnt, wer diesmal auf Platz 2 einläuft 8o8):mrgreen:

    Drizzt schrieb:


    1,74.. auf solche Ideen kommt man auch nur beim Glubb


    Eigentlich ist Kammerbauer gelernter IV. Einfach mal hier die Suchfunktion nutzen und alte Berichte vom User Debberla lesen.